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Chemie-KonzernLanxess startet nach Gewinneinbruch mit Sparprogramm

Der Gewinn des Chemiekonzerns ist im vergangenen Quartal stark zurückgegangen. Deshalb will Unternehmenschef Zacher in diesem Jahr 100 Millionen Euro sparen. 04.08.2023 - 07:27 Uhr

Der Chemie-Konzern Lanxess legt ein neues Sparprogramm auf.

Foto: Reuters

Lanxess-Chef Matthias Zachert will den Kölner Spezialchemiekonzern nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal mit einem Sparprogramm wetterfest machen. „Die Chemie und auch Lanxess sind derzeit in schwerem Fahrwasser. Die erhoffte Nachfragebelebung für das zweite Halbjahr ist derzeit nicht absehbar. Daher steuern wir gegen“, erklärte Zachert am Freitag.

Mit dem Programm, zu dem auch ein europaweiter Einstellungsstopp gehört, will Lanxess 2023 einmalig rund 100 Millionen Euro durch Kostensenkungen und verringerte Investitionen einsparen. Die jährlichen Aufwendungen sollen ab 2025 dauerhaft um rund 150 Millionen reduziert werden.

Im zweiten Quartal brach der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) wegen einer schwachen Nachfrage, des anhaltenden Lagerabbaus der Kunden und niedrigerer Verkaufspreise um fast 58 Prozent auf 107 Millionen Euro ein. Der Umsatz fiel um gut elf Prozent auf 1,778 Milliarden.

Unter dem Strich fiel bei Lanxess im fortzuführendem Geschäft ein Verlust von 145 Millionen Euro an nach einem Plus von 48 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Der langjährige Finanzchef Michael Pontzen verlässt Lanxess und wird zum September zu einem Unternehmen außerhalb Deutschlands wechseln. Er arbeitete seit 19 Jahren für den Konzern und war seit 2015 im Vorstand. Sein Nachfolger wird Oliver Stratmann, der seit 2004 für Lanxess tätig ist und zuletzt die Abteilung Treasury & Investor Relations leitete.

Lanxess hatte im Juni den Auftakt einer ganzen Reihe von Gewinnwarnungen aus der Chemieindustrie gemacht und seine Jahresziele deutlich gesenkt. Für 2023 rechnet das Unternehmen mit einem bereinigtem Ergebnis von 600 bis 650 Millionen Euro statt der ursprünglich prognostizierten 850 bis 950 (2022: 930) Millionen. Auch Branchenprimus BASF und andere Unternehmen wie Evonik und Clariant kassierten zwischenzeitlich ihre Prognosen. Sie alle mussten ihre Hoffnung an eine Erholung im zweiten Halbjahr aufgeben.

rtr
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