WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Chemie- und Pharmakonzern Merck baut Geschäft mit Halbleiterkunden in den USA aus

Der Dax-Konzern investiert eine Milliarde in den Geschäftsbereich. Zudem will Merck die Zusammenarbeit mit Palantir bei der Datenanalyse erweitern.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Merck steht auf Platz 16 der ältesten Familienunternehmen hierzulande. Die Gründung geht auf das Jahr 1668 zurück. Quelle: Reuters

Merck will in den USA rund eine Milliarde Dollar in sein Geschäft mit Elektronikmaterialien für Kunden aus der Halbleiterindustrie investieren. Die Mittel sollen hauptsächlich in die Standorte in Arizona, Kalifornien, Texas und Pennsylvania fließen, um die Produktionskapazitäten von Merck zu erweitern, wie der Darmstädter Dax-Konzern am Dienstag mitteilte.

„Die Chip-Knappheit erfordert eine branchenweite Zusammenarbeit, um die Probleme in der Lieferkette zu lösen“, sagte Merck-Vorstandsmitglied Kai Beckmann, der das Electronics-Geschäft leitet. Die Mittel sind Teil der Investitionen von deutlich mehr als drei Milliarden Euro in das Electronics-Geschäft, die Merck bereits im September angekündigt hatte.

Merck gab zudem bekannt, seine seit 2017 bestehende Zusammenarbeit mit der Datenanalysefirma Palantir erweitern zu wollen. Zusammen wollen die beiden Unternehmen eine Plattform bereitstellen, die die Datenanalyse in der Halbleiterherstellung verbessern, die Lieferkette transparenter machen, Markteinführungen beschleunigen und so dem Chipmangel entgegen wirken soll.

Merck-Technologiechefin Laura Matz soll Vorstandschefin der Plattform mit dem Namen Athina werden. Im Rahmen ihrer Partnerschaft Syntropy haben Merck und Palantir bereits ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das Kunden Software zur Analyse von Daten aus der Krebsforschung anbietet.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    An der Börse kamen die Pläne von Merck und Palantir gut an. Die Aktien des Pharma- und Life-Science-Konzerns stiegen um 2,2 Prozent. Palantir-Titel legten im vorbörslichen US-Geschäft um gut drei Prozent zu.

    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%