Chemiekonzern BASF schwächelt weniger als erwartet

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF ist mit einem Umsatzplus und einem Gewinnrückgang in das Jubiläumsjahr 2015 gestartet. Vor allem höhere Steuern, Rückstellungen und Einbußen bei Öl und Gas drückten das Ergebnis.

Die 10 umsatzstärksten deutschen Chemiekonzerne 2013
Platz 10Beiersdorf AGUmsatz: 6.141 Mio. Euro Beschäftigte: k.A. Quelle: Verband der Chemischen Industrie e.V. Quelle: dpa
Platz 9Lanxess AGUmsatz: 8.300 Mio. Euro Beschäftigte: 17.000 Quelle: dpa
Platz 8Merck KGaAUmsatz: 11.095 Mio. Euro Beschäftigte: 38.154 Quelle: dpa
Platz 7Evonik Industries AGUmsatz: 12.874 Mio. Euro Beschäftigte: 32.995 Quelle: dpa
Platz 6Boehringer Ingelheim GmbHUmsatz: 14.065 Mio. Euro Beschäftigte: 47.492 Quelle: dpa
Platz 5Henkel AGAktiengesellschaft & Co. KGaAUmsatz: 16.355 Mio. Euro Beschäftigte: 46.850 Quelle: dpa
Platz 4Linde AGUmsatz: 16.655 Mio. Euro Beschäftigte: 63.487 Quelle: dpa
Platz 3Fresenius SE & Co. KGaA​Umsatz: 20.331 Mio. Euro Beschäftigte: 178.337 Quelle: dpa
Platz 2Bayer AGUmsatz: 40.157 Mio. Euro Beschäftigte: 113.200​ Quelle: dpa
Platz 1BASF SEUmsatz: 73.973 Mio. Euro Beschäftigte: 112.206 Quelle: dpa

Der starke Dollar hat dem Chemiekonzern BASF zu Jahresbeginn auf die Sprünge geholfen. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen fiel im ersten Quartal zwar um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, wie BASF am Donnerstag vor der Hauptversammlung in Mannheim mitteilte. Analysten hatten jedoch einen deutlich stärkeren Ergebnisrückgang auf 1,997 Milliarden Euro prognostiziert. "Unser Chemie- und Pflanzenschutzgeschäft haben sich sehr erfolgreich entwickelt; das Ergebnis stieg in diesen Segmenten kräftigt an", sagte Vorstandschef Kurt Bock. Die Ziele für 2015 bekräftigte er.

Die Geschichte von BASF

Für das Gesamtjahr rechnet der gemessen am Umsatz weltgrößte Chemiekonzern unverändert mit einem leichten Umsatzplus und einem stagnierenden bereinigten Betriebsgewinn. Die großen Chemiekonzerne Dow Chemical und DuPont hatten bei ihren Quartalszahlen ein gemischtes Bild geliefert. Während der Gewinn von DuPont einbrach und der Konzern nun auch beim Ausblick vorsichtiger ist, steigerte Dow seinen Gewinn überraschend deutlich. Beide Unternehmen mussten angesichts des starken Dollar Umsatzeinbußen hinnehmen.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Hier steht ein Element, an dem derzeit noch gearbeitet wird. Wir kümmern uns darum, alle Elemente der WirtschaftsWoche zeitnah für Sie einzubauen.

BASF profitierte dagegen vom Anstieg der US-Währung, er erhöht die Exportchancen des Unternehmens. Der Ludwigshafener Chemiekonzern, der kürzlich sein 150-jähriges Firmenjubiläum feierte, macht rund 40 Prozent seines Umsatzes außerhalb Europas. Im ersten Quartal kletterten die Erlöse um drei Prozent auf 20,1 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Deutliche Ergebniszuwächse verbuchte BASF vor allem in der Sparte Functional Materials & Solutions, in der unter anderem das Geschäft mit der Automobilindustrie rund lief. Dagegen sank das Ergebnis im Öl- und Gasgeschäft.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%