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Chemiekonzern „In Sippenhaft genommen“: Evonik klagt über schwachen Aktienkurs

Der Konzern folgt dem Abwärtstrend der Chemieakten aus Angst vor einem Abschwung. Evonik-Chef Christian Kullmann sieht aber Zeichen der Besserung.

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Der Spezialchemiekonzern ist mit seinem aktuellen Aktienkurs unzufrieden. Quelle: Reuters

Essen Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik ist mit der Entwicklung seines Aktienkurses unzufrieden. Trotz einer guten Geschäftsentwicklung sei Evonik vom Abwärtstrend bei den Chemieaktien erfasst worden, sagte Vorstandschef Christian Kullmann am Dienstag bei der Hauptversammlung in Essen.

Es habe im letzten Quartal des vergangenen Jahres wegen der Angst vor einem Abschwung eine regelrechte Flucht aus Chemieaktien gegeben. „Evonik wurde quasi in Sippenhaft genommen“, beklagte Kullmann.

In den vergangenen Monaten habe sich die Lage allerdings ein wenig verbessert. Seit Jahresbeginn sei der Kurs, von niedrigem Niveau kommend, um fast 20 Prozent gestiegen, sagte Kullmann. Im ersten Quartal steigerte Evonik den Umsatz um ein Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro. Beim operativen Gewinn blieben davon 16,4 (Vorjahr: 17,1) Prozent hängen.

Mehrheitseigentümer des Chemiekonzerns ist die RAG-Stiftung, die aus den Dividenden die Ewigkeitskosten des im vergangenen Jahr eingestellten Steinkohlebergbaus finanziert.

Mehr: Die Zahlen für 2018 fallen solide aus, der Verkauf des Plexiglas-Geschäfts bringt mehr ein als erwartet. Dennoch blickt Evonik verhalten auf das laufende Jahr.

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