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Chemieunternehmen Evonik-Chef Kullmann will den Umbau des Konzerns weiter vorantreiben

Christian Kullmann möchte Evonik zum „besten Spezialchemiekonzern der Welt“ machen. Dazu gehört für ihn auch mehr Profit.

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Evonik-Chef Christian Kullmann will den Umbau weiter vorantreiben Quelle: dpa

Essen Evonik-Chef Christian Kullmann will den Spezialchemiekonzern weiter umbauen. Er werde den „Weg des aktiven Managements unseres Konzernportfolios weiter beschreiten“, sagte er am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Essen. Evonik war in den vergangenen Jahren auf Einkaufstour.

Aktuell sucht er auch mit Hilfe der Investmentbank Barclays einen Käufer für das Methacrylat-Geschäft der Firma mit über 3000 Mitarbeitern. Kullmann hat angekündigt, Evonik zum „besten Spezialchemiekonzern der Welt“ machen zu wollen.

Dazu will er das Unternehmen auch profitabler machen - die Ebitda-Marge soll mittelfristig von zuletzt 16 bis 18 Prozent auf 18 bis 20 Prozent steigen.

Wesentlich geformt hat Evonik der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Werner Müller.

Er hatte ein Modell entwickelt, das vorsieht, dass die Essener RAG-Stiftung vor allem mit ihrer Beteiligung Evonik für Folgekosten des auslaufenden Steinkohlebergbaus in Deutschland aufkommt. Die Stiftung hält rund 68 Prozent der Aktien des Konzerns.

Mit der Hauptversammlung legt der schwer erkrankte Müller auch seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender nieder. „Ohne Sie, Herr Müller, würde es Evonik gar nicht geben“, sagte Kullmann. Müller sei „Gründervater“ des Konzerns.

„Sie sagten in Vorbereitung der Hauptversammlung zu mir, das Leben sei Dienst. Müller habe diesen Dienst auch für Evonik und das Ruhrgebiet "auf herausragende Art geleistet.“

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