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Chipmangel Autoverband VDIK erwartet 2022 deutliche Erholung des deutschen Marktes

Die Autobauer rechnen 2022 mit einer Verbesserung der Lage. Einige Experten halten es jedoch auch für möglich, dass der Chipmangel länger anhält.

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Auch wenn Experten und Unternehmensvertreter davon ausgehen, dass Halbleiter vorerst knapp bleiben werden, erwartet der VDKI eine Erholung des Automarkts. Quelle: dpa

Die durch Lieferengpässe und Produktionsstillstände gebeutelten Autobauer setzen im kommenden Jahr auf eine deutliche Erholung des Absatzes. Nach dem Einbruch der Neuzulassungen seit Jahresmitte prognostizieren die im Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) zusammengeschlossenen Importeure für 2022 einen Anstieg um 15 Prozent auf etwa drei Millionen Pkw.

Das sei vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands keine utopische Zahl, erklärte VDIK-Chef Reinhard Zirpel am Donnerstag. Voraussetzung sei, dass der Teilemangel im nächsten Jahr wie erhofft überwunden werde.

Experten und Unternehmensvertreter gehen davon aus, dass Halbleiter vorerst knapp bleiben werden und sich die Versorgung erst im Laufe des kommenden Jahres entspannt. Einige halten es auch für möglich, dass der Chipmangel bis 2023 anhält. Zuletzt gab es aus der Branche aber auch hoffnungsvolle Signale, dass die Krise nicht so lange dauern könnte.

Bei Europas größtem Autobauer Volkswagen etwa, der dem Verband der deutschen Automobilhersteller (VDA) angehört, hieß es zuletzt, das Schlimmste sei überstanden. Man beobachte eine leichte Steigerung des Produktionsvolumens, auch die Aussichten für nächstes Jahr würden etwas besser. Der VDA plant seine Jahrespressekonferenz erst Mitte Januar und wird dann wahrscheinlich auch eine Prognose bekanntgeben.

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    Für dieses Jahr rechnet der VDIK mit einem Absatzminus von elf Prozent auf nur noch 2,6 Millionen Neuzulassungen. Damit würden 300.000 Fahrzeuge weniger auf die Straße gebracht als im Corona-Jahr 2020. Der Boom bei E-Autos hielt unterdessen an. In diesem Jahr werden nach VDIK-Schätzungen 340.000 rein batterieelektrische (plus 76 Prozent) und 320.000 Plug-in-Hybride (plus 61 Prozent) zugelassen. Jeder vierte Neuwagen war damit ein E-Fahrzeug.

    Die künftige Bundesregierung rief der VDIK auf, den Kauf von Elektroautos weiter mit hohen Zuschüssen zu fördern. Die von der Ampel-Koalition geplante Reform dürfe nicht dazu führen, dass die Kaufprämie in den kommenden Jahren allzu stark abgeschmolzen werde. Es sollten eher einige bürokratische Regeln gestrichen werden. „Die Prämie bleibt für den Markthochlauf mittelfristig sehr wichtig“, betonte Zirpel. Parallel müsse der Ausbau der Ladepunkte vorangetrieben werden. Über 90 Prozent der bis 2030 benötigten Ladeinfrastruktur müsse erst noch geschaffen werden. Dafür gehe der Verband in der Spitze von einem jährlichen Förderbedarf von drei bis vier Milliarden Euro.

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