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Coronavirus-Mutationen Biontech und die Frage nach dem Omikron-Impfstoff

Quelle: dpa Picture-Alliance

Weltweit forschen Wissenschaftler daran, wie gut Impfstoffe gegen die Omikron-Variante wirken. Omikron-Proteine werden zum Verkaufsschlager und Biontech-Chef Ugur Sahin hat eine schlechte Nachricht – und ein paar gute.

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Knapp zwei Wochen hat Biontech getestet, wie gut sein Impfstoff Comirnaty gegen die Omikron-Variante des Coronavirus wirkt. Nun legen die Ergebnisse vor. Die schlechte Nachricht: Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zwei Dosen Impfstoff keinen ausreichenden Schutz gegen eine Infektion mit der Omikron-Variante bieten, erklärt Biontech.

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Das Mainzer Biotech-Unternehmen geht davon aus, dass zweifach geimpfte Personen immer noch gegen schwere Formen der Krankheit geschützt sind. Eine dritte Dosis schaffe es zudem, Omikron zu neutralisieren – die Zahl der Antikörpertiter steigt dabei im Vergleich zur Zweifach-Impfung um das 25-fache. Bis März will Biontech einen an die Omikron-Variante angepassten Impfstoff entwickelt haben.

Zu ähnlichen Ergebnissen war erst kürzlich eine südafrikanische Studie gekommen,. die eine Zweifach-Impfung mit Biontech untersuchte. Danach bot der Impfstoff nur einen teilweisen Schutz gegen die Coronavirus-Variante Omikron, erklärte Alex Sigal, Professor am Africa Health Research Institute auf Basis vorläufiger Ergebnisse: Die Neutralisierung von Omikron habe im Vergleich zu einem früheren Covid-Stamm „sehr stark abgenommen“, so Sigal. Das Labor habe dabei Blut von zwölf Personen untersucht, die mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft sind.



Nach Einschätzung des US-Immunologen Anthony Fauci ist die neue Omikron-Variante des Coronavirus offenbar nicht schlimmer als andere Varianten des Erregers. „Es ist nahezu sicher, dass sie nicht schlimmer ist als Delta“, sagte der oberste medizinische Berater von US-Präsident Joe Biden der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe einige Hinweise darauf, dass Omikron sogar weniger schwerwiegend sein könnte. In Südafrika sei beobachtet worden, dass „das Verhältnis zwischen der Zahl der Infektionen und der Zahl der Krankenhausaufenthalte wohl geringer ist als bei Delta“. Vollständig gesicherte Erkenntnisse hierzu seien aber erst in einigen Wochen zu erwarten.

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    Wissenschaftler rund um den Globus untersuchen derzeit die Auswirkungen von Omikron. Weitere Studien in den nächsten Tagen und Wochen werden folgen. Für ihre Tests brauchen die Wissenschaftler entsprechendes Forschungsmaterial. Für Laborzulieferer ist das ein schönes Geschäft. Wie es aus dem Markt heißt, kostet ein Mikrogramm Omikron (Einzelprotein) derzeit 400 US-Dollar, ein Milligramm ist für 2600 Dollar zu haben.  

    Mehr zum Thema: Wirken Corona-Medikamente noch bei Omikron?

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