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Covid-19-ImpfstoffentwicklerCureVac strebt bald an die Nasdaq

Der Impfstoffentwickler CureVac will seine Börsenpläne in den USA voran treiben. Das deutsche Biotech-Unternehmen reichte am Freitag den Entwurf für seinen Börsenprospekt bei der US-Wertpapieraufsicht SEC ein. 25.07.2020 - 09:33 Uhr

Das Biotech-Unternehmen CureVac reichte am Freitag den Entwurf für seinen Börsenprospekt bei der US-Wertpapieraufsicht SEC ein.

Foto: dpa

Der deutsche Impfstoffentwickler CureVac macht mit seinen Börsenplänen in den USA ernst. Das Biotech-Unternehmen reichte am Freitag den Entwurf für seinen Börsenprospekt bei der US-Wertpapieraufsicht SEC ein, die Voraussetzung für ein Listing an der Technologiebörse Nasdaq. Dem 283-seitigen Dokument zufolge wird der Börsengang federführend von den Investmentbanken Bank of America (BoFA Securities), Jefferies und Credit Suisse (CS) begleitet. Reuters hatte berichtet, dass der Börsengang im September oder Oktober stattfinden könnte. In dem Prospekt ist noch kein Zeitpunkt vermerkt. Das Unternehmen arbeitet - wie zahlreiche Rivalen - an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus Covid-19, der im besten Fall bis Mitte 2021 auf den Markt kommen könnte.

Erst in dieser Woche hatte CureVac 560 Millionen Euro frisches Kapital bei neuen Investoren eingesammelt, darunter die deutsche Staatsbank KfW, die für einen 19-Prozent-Anteil 300 Millionen Euro zahlte. Dabei wurde das Unternehmen mit knapp 1,6 Milliarden Euro bewertet. Mehrheitseigentümer von CureVac ist die Biotech-Holding Dievini des SAP-Gründers und Investors Dietmar Hopp. Der Milliardär habe sich bereiterklärt, parallel zum Börsengang weitere 100 Millionen Euro in das Unternehmen zu investieren - zum gleichen Preis wie die anderen neuen Aktionäre.

Für den Börsengang in den USA hat CureVac eine Holding in den Niederlanden gegründet, unter deren Dach die CureVac AG schlüpfen soll. Das Unternehmen hatte im März Schlagzeilen gemacht, weil die US-Regierung angeblich Interesse an einer Übernahme zeigte. In einem ungewöhnlichen Schritt organisierte die Bundesregierung daraufhin den Einstieg der KfW. Dem Prospekt zufolge übernahm der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) gleichzeitig neun Prozent für 150 Millionen Euro, der katarische Staatsfonds QIA steuerte 60 Millionen für 3,5 Prozent bei. Die Bill & Melinda Gates Foundation ist schon länger bei CureVac engagiert.

Wie viele junge Biotech-Unternehmen braucht CureVac Geld, weil die Entwicklung viel Geld verschlingt und die Einnahmen ohne ein marktreifes Produkt spärlich fließen. Für 2019 weist das Unternehmen bei einem Umsatz von 17,4 Millionen Euro einen Verlust von 99,9 Millionen aus, im ersten Quartal 2021 standen weitere 23,8 Millionen Verlust zu Buche. CureVac hatte im Juni mit der klinischen Erprobung seines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Die Tübinger setzen - wie die Mainzer BioNTech und der US-Konzern Moderna - auf Impfstoffe auf Basis der sogenannten Boten-RNA (mRNA). Sie soll menschlichen Zellen die Information zur Produktion von Eiweißstoffen und damit zur Bekämpfung der Krankheitserreger vermitteln.

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Nach erfolgreichen Tests in den USA liefert das Mainzer Biotechunternehmen Biontech nun auch positive Daten aus einer deutschen Studie. Noch im Juli sollen Tests an 30.000 Probanden beginnen.

rtr
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