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Dämpfer für boomende Branche Maschinenbauer verzeichnen weniger Aufträge im März

Die Auftragseingänge deutscher Maschinenbauer sind im März um vier Prozent gesunken. Ein Rückschlag für die boomende Branche.

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Dämpfer für deutsche Maschinenbauer Quelle: dpa

Düsseldorf, Frankfurt Dämpfer für die von einem Rekordergebnis zum nächsten eilenden Maschinenbauer: Die Auftragseingänge sanken im März gegenüber dem Vorjahresmonat um vier Prozent, teilte der Branchen-Verband VDMA am Freitag mit. Während die Bestellungen aus dem Inland um drei Prozent zugelegt hätten, seien die Orders von Kunden im Ausland um sieben Prozent geschrumpft. Ursache hierfür sei allerdings vor allem, dass im März 2017 viele Bestellungen im Großanlagengeschäft verbucht worden seien.

Daher lag die Latte für den Vergleich hoch. „Trotz des Rückgangs kann sich das Ergebnis im März 2018 sehen lassen“, sagte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. „Der März war ein richtiger guter Monat, nur eben nicht außergewöhnlich gut.“

Trotz des Dämpfers im März blicken die deutschen Maschinenbauer auf ein erfolgreiches erstes Quartal zurück. Die Auftragseingänge stiegen in der hiesigen Schlüsselbranche preisbereinigt (real) um sieben Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum, wie der Branchenverband VDMA an Freitag in Frankfurt mitteilte.

Dabei profitierten die Maschinenbauer insbesondere von einer starken Nachfrage aus Deutschland (plus neun Prozent). Die Bestellungen aus dem Ausland stiegen von Januar bis März ferner um sechs Prozent. Die Orders von Kunden aus dem Euroland kletterten dabei um zehn Prozent, jene aus Ländern außerhalb der Währungsunion um vier Prozent. Vor allem Kunden aus China bestellten viele Maschinen „made in Germany“.

Der Maschinenbau profitiert schon länger von der starken Nachfrage von Industriekunden. Die Branche mit rund einer Million Beschäftigten hatte kürzlich ihre Prognose für 2018 angehoben. Demnach wollen die Hersteller, zu denen neben Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie Thyssen-Krupp oder Gea gehören, ihre Produktion um fünf statt um drei Prozent erhöhen – trotz vieler Risiken, etwa durch den Handelsstreit zwischen den USA, Europa und China.

Das Wachstum der vergangenen Monate dürfte sich national und international fortsetzen, hatte VDMA-Präsident Carl Martin Welcker zuletzt erklärt. Während in China eine Abschwächung des Wachstums drohe, dürften die Bestellungen aus der EU stark bleiben – mit Ausnahme von Großbritannien, wo der Brexit Spuren hinterlasse.

Konjunkturexperte Wortmann erwartet zudem Impulse von der US-Steuerreform für den wichtigen Absatzmarkt. „2018 wird trotz aller Risiken ein Aufschwungsjahr für den Maschinenbau.“

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