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Datenskandal Japanischem Stahlhersteller Kobe Steel droht Strafanzeige

Ein neues Kapitel im Skandal um gefälschte Produktdaten: Japanische Medien berichten über eine mögliche Strafanzeige gegen Kobe Steel.

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Der Stahlkonzern hat jahrelang Produktdaten gefälscht. Quelle: Reuters

Tokio Dem japanischen Stahlkonzern Kobe Steel droht wegen des Skandals um gefälschte Produktdaten Medien zufolge eine Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft in Tokio verdächtige den drittgrößten Stahlproduzenten des Landes, mit der Fälschung von Angaben gegen das Strafrecht verstoßen zu haben, berichtete die Zeitung Nikkei am Mittwoch.

Eine Spezialeinheit habe bereits Geschäftsunterlagen angefordert. Kobe Steel bestätigte eine Untersuchung von Ermittlungsbehörden, ohne weitere Angaben zu machen. Staatsanwaltschaft und Polizei wollten sich nicht dazu äußern.

Strafrechtliche Ermittlungen in Japan würden ein neues Kapitel in einem der größten Skandale der Wirtschaftsgeschichte des Landes aufschlagen. Das US-Justizministerium hat bereits Untersuchungen zu Kobe auf den Weg gebracht.

Kobe Steel hatte vergangenen Herbst zugegeben, über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht zu haben. Diese werden weltweit in Autos, Zügen, Flugzeugen und anderen Produkten eingesetzt. Insgesamt sind mehr als 600 Kunden betroffen. Konkrete Sicherheitsprobleme sind bislang jedoch nicht bekannt.

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