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Deutsche Bahnindustrie Protektionismus sorgt für Einbußen

Im ersten Halbjahr sinkt der Umsatz der deutschen Bahnindustrie um rund neun Prozent. Angesichts des Vorjahresrekords bleiben die Zahlen aber solide. Trotzdem bereitet die Marktabschottung Probleme.

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Die Industrie verzeichnet im ersten Halbjahr 2017 einen Rückgang des Umsatzes. Quelle: dpa

Berlin Die deutsche Bahnindustrie verzeichnet einen Umsatzrückgang und macht dafür eine weltweit zunehmende Marktabschottung verantwortlich. Im ersten Halbjahr 2017 habe man mit fünf Milliarden Euro rund neun Prozent weniger erlöst als in der ersten Hälfte 2016, sagte der Präsident des Verbandes der Bahnindustrie (VDB), Volker Schenk, am Dienstag. Angesichts des Vorjahresrekords seien dies aber noch solide Zahlen. Der Rückgang sei komplett auf das Auslandsgeschäft zurückzuführen. „In den Zahlen spiegeln sich die massiven Staatseingriffe in anderen Regionen der Welt“, sagte Schenk. Vergabeverfahren diskriminierten ausländische Anbieter, zudem gebe es einen wachsenden Zwang, einen größeren Anteil der Produktion vor Ort zu erbringen.

Die Bahnindustrie ist in Deutschland mit rund 50.000 Beschäftigten besonders stark. Weltweit kommt es derzeit vermehrt zu Zusammenschlüssen. Nachdem die beiden größten Produzenten in China fusionierten, will jetzt Siemens seine Bahnsparte mit der des französischen Herstellers Alstom zusammenlegen. Eine zunächst geplante Fusion von Siemens mit der Transportsparte des kanadischen Bombardier-Konzerns platzte.

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