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Deutscher Hoffnungsträger Biontech, das Amazon der Biotech-Branche?

Quelle: REUTERS

Bei Biotech-Medikamenten spielen deutsche Unternehmen bislang eine untergeordnete Rolle. Das will das Mainzer Unternehmen Biontech ändern – und hat bereits einen großen, internationalen Pharmakonzern überzeugt.

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Ein Geheimtipp ist Biontech schon länger nicht mehr: Bereits im vergangenen Jahr erhielten die Mainzer Forscher mehr als 200 Millionen Euro von privaten Investoren. Nun investiert das französische Pharmaunternehmen Sanofi rund 80 Millionen Euro in Biontech. Gemeinsam wollen Sanofi und Biontech denn auch den ersten individualisierten Impfstoff gegen Krebs entwickeln. Wenn alles klappt, könnte es in einigen Jahren soweit sein. 

Bereits heute ist Biontech, das in Mainz unter der Firmenadresse An der Goldgrube 12 residiert, mit rund 700 Mitarbeitern das größte nicht-börsennotierte Biotech-Unternehmen Europa. „Biontech könnte zum Amazon der Biotech-Branche werden“, sagt  Mehrheitseigentümer Thomas Strüngmann, der Biontech von Anfang an finanziert hat. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Andreas hat Thomas Strüngmann einst den Generika-Hersteller Hexal aufgebaut und geführt.

Seit gut zehn Jahren investieren die beiden mit ihrer Biotech-Holding Athos in Biotech-Unternehmen – Biontech ist bislang ihr erfolgreichstes Unternehmen. Als Strüngmann vor gut zehn Jahren zum ersten Mal eine Präsentation des heutigen Biontech-CEOs Ugur Sahin hörte, verstand er zwar nicht alles, war aber von der Vision begeistert, besprach sich mit seinem Bruder und investierte.  

Biontech ist Deutschlands große Biotech-Hoffnung. Ansonsten ist um die Branche hierzulande relativ ruhig geworden; das Geschäft wird von Amerikanern dominiert. Bei großen Biotech-Transaktionen – wie etwa zuletzt der 74-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Biotech-Unternehmen Celgene durch den US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb – sind die Deutschen mittlerweile chancenlos.      

Ziel von Biontech ist es, eine große Zahl von Krebsarten zu bekämpfen. Dazu arbeitet das Unternehmen bereits in Forschungskooperationen mit großen Pharmafirmen wie Genentech, Pfizer, Genmab, Eli Lilly und Bayer Animal Health zusammen. Die wissenschaftliche Basis des Unternehmens gilt als sehr solide, davon zeugen über 60 wissenschaftliche Publikationen. 

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