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Duft- und Aromenhersteller Cyberangriff bremst Symrise – Gewinn und Dividende steigen dennoch

Der Duft- und Aromenhersteller hat aufgrund eines Hackerangriffs die Umsatzerwartungen verfehlt. Das operative Ergebnis stieg jedoch um knapp sechs Prozent.

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Der Konzern war im Dezember Ziel einer Cyberattacke geworden und musste deshalb seine Produktion als Vorsichtsmaßnahme in Teilen anhalten. Quelle: dpa

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise hat im Corona-Jahr 2020 seinen Gewinn deutlich gesteigert und zahlt eine höhere Dividende. Das operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um knapp sechs Prozent auf 742 Millionen Euro, wie Symrise am Dienstag mitteilte. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um elf Millionen auf 307 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine zwei Cent höhere Dividende von 97 Cent je Aktie erhalten, das ist die elfte Dividendenerhöhung in Folge.

„Trotz der Nachfrageverschiebungen infolge der weltweiten Corona-Pandemie waren wir voll auf Kurs, bis wir auf den letzten Meilen durch einen kriminellen Cyber-Angriff ausgebremst wurden. Auch wenn wir unsere Wachstumsziele daher nicht ganz erreicht haben, so konnten wir dennoch unsere Profitabilität auf hohem Niveau halten und das Ergebnis weiter steigern“, sagte Vorstandschef Heinz Jürgen Bertram. Symrise setzte 2020 3,52 Milliarden Euro um, ein Plus von gut drei Prozent.

Der Konzern war im Dezember Ziel einer Cyber-Attacke geworden und musste deshalb seine Produktion als Vorsichtsmaßnahme in Teilen anhalten. Das führte dazu, dass Symrise sein eigentliches Ziel, den Umsatz organisch um drei bis vier Prozent auszubauen, nicht erreichte, wie das Unternehmen schon im Januar mitgeteilt hatte. Das organische Wachstum lag 2020 bei 2,7 Prozent, damit wuchs Symrise aber immer noch stärker als der Markt.

In diesem Jahr will der Duft- und Aromenhersteller stärker zulegen und peilt ein organisches Umsatzwachstum von fünf bis sieben Prozent an. Die operative Rendite (Ebitda-Marge) soll angesichts steigender Rohstoffpreise rund 21 Prozent betragen. 2020 hatte sie sich auf 21,1 von 20,6 Prozent vor Jahresfrist verbessert.

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