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Elektromobilität Nachfrage nach E-Autos geht in China zurück

Erstmals seit zwei Jahren sind in der Volksrepublik im Juli weniger E-Fahrzeuge neuregistriert worden. Grund ist der Wegfall staatlicher Subventionen.

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Nachfrage nach E-Autos geht in China zurück Quelle: dpa

Peking Auf dem schon länger schwächelnden Automarkt in China schrumpft nun auch die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Der Absatz von so genannten New Energy Vehicles (NEV), unter die in China sowohl rein batteriegetriebene Wagen als auch Hybridfahrzeuge fallen, sank nach Branchenangaben im Juli erstmals seit mehr als zwei Jahren.

Die Neuregistrierungen solcher Fahrzeuge sei im vergangenen Monat um 4,7 Prozent auf 80.000 Einheiten geschrumpft, teilte der Branchenverband CAAM am Montag mit. Hauptgrund sei der Wegfall staatlicher Subventionen beim Kauf von NEV-Fahrzeugen.

Damit droht für viele Hersteller eine wichtige Absatzstütze beim Wechsel in die Elektromobilität auszufallen. Denn während die Nachfrage nach herkömmlichen Wagen wegen des Handelsstreits mit den USA schon länger auf Talfahrt ist, legten die Verkäufe von E-Autos dank staatlicher Förderung bisher kräftig zu.

Experten rechnen allerdings nur mit einem Zwischentief. Langfristig werde die Elektromobilität in China wegen der staatlichen vorgegebenen E-Quoten weiter zunehmen, sagte etwa Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer.

Insgesamt schrumpfte der Pkw-Absatz auf dem weltgrößten Automarkt im Juli um 4,3 Prozent und damit das 13. Mal in Folge. Für das Gesamtjahr rechnet der Branchenverband nach früheren Angaben mit einem Rückgang um fünf Prozent auf rund 26,7 Millionen Fahrzeuge. Die Prognose für den Verkauf von umweltschonenden NEV-Wagen hatte der CAAM bereits auf 1,5 Millionen Stück von zuvor 1,6 Millionen gesenkt.

Der anhaltende Verkaufsrückgang führte dazu, dass chinesische Hersteller wie Geely und Great Wall ihre Umsatz- und Gewinnprognosen senkten. Auch ausländische Hersteller wie Peugeot sind von der Flaute im Reich der Mitte betroffen. Der französische Opel-Mutterkonzern und sein chinesischer Partner Dongfeng wollen dort Tausende Stellen streichen und sich von zwei ihrer vier Montagewerke trennen.

Die chinesische Regierung versucht seit einigen Monaten, den Konsum anzukurbeln. Der Erfolg bei Autoverkäufen hält sich jedoch in Grenzen, da viele die Verbraucher wegen des Handelsstreits mit den USA größere Anschaffungen scheuen. Zudem wurde mit der Förderung nicht gleichzeitig auch die restriktive Vergabe von Autokennzeichen für herkömmliche Neuwagen in Großstädten gelockert.

Mehr: Zuletzt haben Autobauer in der Volksrepublik gut fünf Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt. Grund für die Flaute sollen den Handelsstreit zwischen den USA und China sein.

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