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Elon Musk Tesla-Chef Musk will Kommunikation in Grünheide intensivieren

Der Chef des E-Autobauer besucht erneut die Tesla-Fabrik in Brandenburg. Quelle: Reuters

Der Tesla-Chef traf sich am Mittwochabend mit Brandenburgs Wirtschaftsminister und Ministerpräsident Woidke. Auch Armin Laschet plant einen Besuch der Gigafactory.

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Tesla-Chef Elon Musk ist erneut in Berlin. Sein Flugzeug sei auf dem Flughafen Berlin/Brandenburg gelandet, meldete der Twitter-Account „Elon Musk's Jet“ am Mittwochabend. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Später teilte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach ebenfalls auf Twitter mit, er habe ein „sehr entspanntes abendliches Treffen“ mit Musk und Ministerpräsident Dietmar Woidke gehabt. „Wir haben uns vertrauensvoll über die noch anstehenden Aufgaben ausgetauscht“, hieß es weiter. Musk hat bereits mehrmals das im Bau befindliche Produktionswerk in Grünheide besucht, Einstellungsgespräche geführt und dort übernachtet.

Bei seinem jetzigen Besuch habe Musk die Bedeutung eines Produktionsstarts in diesem Jahr betont. Er habe deutlich gemacht, wie wichtig ihm die Einhaltung des engen Zeitplans sei, sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Donnerstag, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Außerdem habe Musk seine Bereitschaft erklärt, die Kommunikation am Standort der Fabrik in Grünheide zu intensivieren.

Tesla baut in Grünheide bei Berlin nahe dem Flughafen der Hauptstadt eine Autofabrik. Dort will der E-Auto-Konzern jährlich rund 500.000 Exemplare der kompakten Reihen Model 3 und Model Y bauen.

Darüber hinaus sollen inzwischen nicht mehr nur Elektroautos hergestellt, sondern auch Batterien produziert werden. Allerdings gibt es weiterhin keine endgültige Baugenehmigung. Deswegen ist fraglich, ob die Fabrik, deren wichtigste Bereiche hochgezogen sind und in der bereits Tests laufen, wie geplant Ende des Jahres an den Start gehen kann.

Gegen den Bau der Fabrik sind nach der erneuten öffentlichen Auslegung der Pläne bislang nur 44 Einwendungen beim Brandenburger Landesamt für Umwelt (LfU) eingegangen. Das berichtete Umweltminister Axel Vogel (Grüne) am Mittwoch im Umweltausschuss des Landtags. Die Frist für Einwendungen ende allerdings erst am 19. August. Bei der ersten Auslegung der Unterlagen im vergangenen Jahr seien 373 Einwendungen eingegangen und bei einer zweiten Auslegung 110.

Nach dem Ende der Frist werde das LfU entscheiden, ob es einen weiteren öffentlichen Erörterungstermin geben werde, erklärte der Minister. Sollte dies erforderlich sein, solle die öffentliche Anhörung am 13. September in der Stadthalle Erkner laufen.



Vogel sagte, wann die endgültige Entscheidung über die umweltrechtliche Genehmigung der Fabrik falle, sei wegen des laufenden Verfahrens noch nicht absehbar. Im September 2020 hatte die Anhörung von Kritikern des Projekts mehrere Tage gedauert.

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält die Ansiedlung von US-Elektroautobauer Tesla in Grünheide bei Berlin für eine Modellinvestition. „Tesla setzt damit in Europa einen Punkt, und ich bin sicher, es werden sich viele Betriebe rund um Grünheide ansiedeln, die ihrerseits dann wieder neue Arbeitsplätze bringen“, sagte der CDU-Vorsitzende am Donnerstag bei einem Besuch in Frankfurt (Oder) in Brandenburg.

Tesla sei ein Beispiel für einen attraktiven Standort, der vieles zu bieten habe - grünen Strom, Fläche und die Möglichkeit, Planverfahren zu beschleunigen. „Wir erleben alle, wie mühsam das im Moment ist, wie viele Proteste es auch gibt. Aber eine solche Entscheidung, wenn die an Brandenburg vorbeigegangen wäre, wäre ein Verlust für Jahrzehnte gewesen.“

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Laschet wird nach eigenen Angaben Tesla-Chef Elon Musk treffen, wenn er am Freitag die Baustelle der Autofabrik auf seiner Wahlkampftour besucht. „Ich bin froh, dass Elon Musk mir eben eine SMS geschrieben hat und wir verabredet haben, dass wir uns morgen sehen“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. „Das unterstreicht natürlich auch den gemeinsamen Willen, eine solche Investition auch in Zukunft vielleicht noch in anderen Feldern möglich zu machen. Dazu muss man miteinander reden.“

Mehr zum Thema: Der Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide schreitet unaufhaltsam voran. Landrat Rolf Lindemann erklärt, warum das Projekt für die Region wichtig ist, was er vom Konzern erwartet – und was Elon Musks Verdienst in Deutschland ist.

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