Energiewende Evonik-Chef greift Seehofer scharf an

Exklusiv

Klaus Engel, Chef des Essener Chemiekonzerns Evonik und Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie, hat den bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer wegen seiner Energiepolitik scharf angegriffen.

Das bittere Fazit aus einem Jahr Energiewende
Kühltürme des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG im brandenburgischen Jänschwalde (Spree-Neiße) Quelle: dpa
Freileitungen verlaufen in der Nähe eines Umspannwerkes bei Schwerin über Felder Quelle: dpa
Die Flagge Österreichs weht auf einem Hausdach Quelle: dpa
Ein Strommast steht neben Windkraftanlagen Quelle: AP
Windräder des Windpark BARD Offshore 1 in der Nordsee Quelle: dpa
Eine Photovoltaikanlage der Solartechnikfirma SMA Quelle: dpa
Euroscheine stecken in einem Stromverteile Quelle: dpa
Ein Stop-Schild steht vor dem Kernkraftwerk in Biblis Quelle: dapd
Ein Stromzähler misst den Energieverbrauch eines Haushaltes Quelle: dpa
Das Logo des Energieunternehmens Gazprom Quelle: dapd
Stromausfall in einem Privathaushalt Quelle: dpa
Blitze erhellen die Nacht über einem Strommast auf einem Feld Quelle: dpa
Ein Angesellter begutachtet während seiner Arbeit Gaspipelines Quelle: REUTERS
Blick aus einem Kleinflugzeug auf die Wasserdampfsäulen, die aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerkes der Vattenfall AG aufsteigen Quelle: dpa

Im Interview mit der WirtschaftsWoche sagte Klaus Engel:„Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat ja schon damit gedroht, einen eigenen staatlichen Energieversorger zu gründen. Die Bundesregierung muss solche Alleingänge der Bundesländer unbedingt verhindern." Er fügt hinzu:„Alle Kräfte müssen jetzt gebündelt werden. Ich sehe Energiepolitik allerdings nicht nur als nationale, sondern vor allem als gemeinsame europäische Aufgabe.“

Engel sieht immensen Verbesserungsbedarf bei der Umsetzung der Energiewende. „Es fehlt an einem präzisen Umsetzungsplan, stattdessen werden insbesondere über das Energieeinspeisegesetz EEG Milliardensubventionen in Deutschland ungezielt verstreut. So darf es nicht weitergehen!“ sagte er der WirtschaftsWoche. „Ich erwarte, dass die Politik weitreichende Entscheidungen über die künftigen Rahmenbedingungen für die industrielle Produktion in Deutschland viel umfassender und frühzeitig mit uns erörtert.“

Lob äußerte Engel über den neuen Umweltminister Peter Altmaier: „Er ist zwar erst seit wenigen Wochen im Amt, ich stelle aber fest, dass im Vergleich zu seinem Vorgänger die Kommunikationsbereitschaft seines Ministeriums mit der Industrie deutlich gestiegen ist.“

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