Entsorgungsprobleme K+S-Werk Werra droht Produktionsstopp bis Jahresende

Exklusiv

Der Entsorgungsnotstand im hessisch-thüringischen Kalisalzbergwerk Werra des Rohstoffkonzerns K+S dürfte dramatischer sein als bisher bekannt.

Logo von K+S. Quelle: dpa

Die WirtschaftsWoche berichtet in ihrer kommenden Ausgabe über ein Schreiben von K+S an das Regierungspräsidium Kassel, in dem der Konzern eine mehrmonatige Schließung des gesamten Werks Werra für möglich hält. Insgesamt rechnet der Konzern in dem Dokument drei Prognosen durch, wie sich die Witterung auf die Produktion im Werk Werra auswirken könnte. Da K+S seine Salzabfälle nur bei ausreichendem Regen in den Fluss Werra einleiten darf, rechnet der Konzern in einem „hydrologisch trockenem Jahr“ mit einem Produktionsstopp im gesamten Werk von Ende Mai bis Ende des Jahres.

Selbst bei überdurchschnittlichen Regenfällen müsste das gesamte Werk laut dem Schreiben in Intervallen von September bis Dezember heruntergefahren werden. K+S will die Folgen möglicher Produktionsstopps für das Unternehmen und „hypothetische Szenarien“ nicht kommentieren und bewertet das Dokument als „Erfahrungsbericht“ möglicher Auswirkungen der momentanen Versenkerlaubnis. Derzeit darf K+S in diesem Jahr 725.000 Kubikmeter Salzlauge in tiefe Gesteinsschichten versenken. Mit dem Schreiben und der Drohung von Stilllegungen will K+S erreichen, dass es bis Jahresende weitere 2,68 Millionen Kubikmeter Salzlauge versenken kann.

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