Europas Rüstungsindustrie Konsolidierung light

Für den hybriden Krieg der Zukunft braucht Europas Rüstungsindustrie vor allem eine Konsolidierung.

Die wichtigsten ferngesteuerten Waffen
MQ-9-Reaper-Drohne Quelle: dpa
Minidrohne Prox Dynamics PH-100 Black Hornet Quelle: PR
Unbemannter Panzer Ripsaw Quelle: U.S. Army Public Domain
Tauchroboter

Für den hybriden Krieg der Zukunft braucht Europas Rüstungsindustrie vor allem eine Konsolidierung. „Während es in den USA bei fast allen Waffenarten maximal drei Anbieter gibt, sind es in Europa bis zu 14“, so das Fazit einer Studie der Beratung McKinsey. Weil jeder Staat für sich plant, bedeutet die Zersplitterung höhere Kosten durch niedrigere Stückzahlen, mehr Bürokratie bei der Zulassung nebst teuren Abstimmungsprozessen im Bündnis und weniger Innovation. „Unsere Sicherheitskräfte brauchen oft Jahre von der Idee bis zur Nutzung während die anderen quasi von der Werkbank in den Einsatz gehen“, klagt Heinz Schulte, Chef des Branchen-Informationsdienstes Griephan.

Verteidigungsausgaben ausgewählter Staaten. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Doch bislang verhindern die EU-Länder Fusionen aus Angst um ihre Rüstungsjobs – wie Deutschland den Zusammenschluss von Airbus mit der britischen BAE. Daher diskutieren Rüstungskreise eine Konsolidierung light mit Schwerpunkten in den größten Ländern Europas. Deutschland hätte dank der ThyssenKrupp-Tochter HDW die Systemführung bei den U-Booten sowie dank Rheinmetall und KMW zusammen mit Frankreich bei den Panzern.

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Frankreich wäre dank Thales oder DCNS EU-Generalunternehmer für größere Kriegsschiffe und hätte gemeinsam mit Großbritannien die Führung bei Militärflugzeugen. BAE wäre Nummer eins bei Elektronik. Die Waffenschmieden anderer Länder wie Italien oder Spanien wären dabei Zulieferer. Zumindest die Deutschen können damit gut leben. Schon heute liefert etwa die Rolls-Royce-Tochter MTU auch Motoren für französische Panzer.

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