Fetter Auftrag für die Erzrivalen Singapur macht Milliardendeal mit Boeing und Airbus

Singapore Airlines hat einen der größten Aufträge der Luftfahrtgeschichte vergeben: Die ewigen Konkurrenten Airbus und Boeing sollen jeweils 30 spritsparende Langstreckenflieger 787 und A350 liefern.

Singapore-Airlines-CEO Goh Choon Phong spricht mit Journalisten. Der Konzern hat einen Milliardenauftrag an Airbus und Boeing vergeben. Quelle: REUTERS

Die Erzkonkurrenten Boeing und Airbus haben von Singapore Airlines einen der größten Aufträge der Luftfahrtgeschichte erhalten. Die Fluggesellschaft bestellte bei den Konzernen jeweils 30 spritsparende Langstreckenflieger im Gesamtwert von 17 Milliarden Dollar. Von Boeing will das asiatische Unternehmen nach eigenen Angaben vom Donnerstag die Langversion des Dreamliners kaufen, die mehr als 300 Passagieren Platz bieten soll.

Der US-Flugzeugbauer muss aber erst offiziell die Starterlaubnis für diesen Dreamliner-Typ 787-10 geben. Bei der EADS-Tochter Airbus bestellte Singapore Airlines den A350-900 und sicherte sich Optionen für 20 weitere Maschinen. Die Triebwerke kommen von Rolls Royce.

Die Rekorde des Dreamliners
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Auslieferungen des Dreamliners50 Dreamliner wurden bereits ausgeliefert. Die beiden japanischen Gesellschaften ANA (17) und JAL (7) kommen mit 24 Maschinen fast auf die Hälfte aller bisher gelieferten Jets. Darüber hinaus haben auch United Airlines, Air India (beide je 6), Qatar Airways (5), Ethiopian Airlines (4), LAN Airlines (3) und LOT aus Polen (2) die Boeing 787 in ihren Flotten. In Deutschland hat bislang keine Fluggesellschaft den Dreamliner. Air Berlin hat aber 15 Stück bestellt, die 2015 ausgeliefert werden sollen. Tui Travel will 13 Maschinen abnehmen. Quelle: dpa
Vorstellung des DreamlinersAls der Dreamliner am 15. Dezember 2009 das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war zwar ein Meilenstein geschafft. Aber... Quelle: dpa
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Airbus A350 Quelle: dpa
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Bei den Dreamlinern von Boeing, die bislang ausgeliefert wurden, handelt es sich um das kleinere Basismodell 787-8. Wegen Problemen mit den Akkus an Bord mussten die Maschinen monatelang am Boden bleiben. Betroffen waren vor allem All Nippon Airways und Japan Airlines. Singapore Airlines hat noch keinen Dreamliner in der Flotte.

Mit der jetzigen Bestellung unterstützt die Gesellschaft auch den Bau des größeren Airbus A350-1000, der Platz für bis zu 350 Fluggäste bieten soll. Man habe die Option, einige der Bestellungen für den A350-900 in das längere Modell umzuwandeln, erklärte Singapore Airlines.

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