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Flugzeugbauer Airbus schreibt wieder schwarze Zahlen

Airbus ist wieder in der Gewinnzone und hängt den Konkurrenten Boeing weiter ab. Sparmaßnahmen und eine stabile Zahl an Flugzeugauslieferungen wirken.

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Trotz der Coronakrise hat es Airbus in die Gewinnzone zurückgeschafft und hängt den US-Konkurrenten Boeing weiter ab. Quelle: Reuters

Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus ist trotz der anhaltenden Corona-Pandemie in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat den US-Konkurrenten Boeing weiter abgehängt. Der Nettogewinn lag im ersten Quartal bei 362 Millionen Euro, wie Airbus am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte der französisch-deutsche Konzern noch 481 Millionen Euro Verlust geschrieben.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich auf 694 (2020: 281) Millionen Euro mehr als verdoppelt. In den Daten spiegelten sich die stabile Zahl von Flugzeug-Auslieferungen, die Sparmaßnahmen und die Beiträge aus dem Rüstungs- und Hubschraubergeschäft wider, erklärte Vorstandschef Guillaume Faury. Der Umsatz lag mit 10,46 (10,63) Milliarden Euro zwei Prozent unter Vorjahr.

An den Prognosen für das Gesamtjahr hält Airbus fest. „Das erste Quartal zeigt, dass die Krise für unsere Branche noch nicht vorbei ist und dass der Markt unsicher bleibt“, warnte Faury. Von Januar bis März bestellten die Kunden 39 Flugzeuge, 100 wurden aber zugleich storniert. Ende März 2020 hatte der Flugzeugbauer netto schon 290 Orders eingesammelt. Airbus hat aber fast 7000 Maschinen in den Auftragsbüchern. Ausgeliefert wurden 125 (122) Flugzeuge, zumeist Kurzstrecken-Maschinen.

Die meisten Fluggesellschaften kämpfen in der Corona-Pandemie um ihr Überleben und versuchen bestellte Flugzeuge später abzunehmen. Bis zum Jahresende will Faury mindestens 566 Maschinen an die Kunden übergeben - das wären so viele wie 2020. Das bereinigte Ebit soll in diesem Jahr zwei Milliarden Euro erreichen, etwas mehr als im Vorjahr (1,71 Milliarden).

Die Kostenmanagement-Maßnahmen zeigen sich auch in einem Mittelzufluss (Free Cash-flow) von 1,2 Milliarden Euro. In der Regel startet Airbus mit einem stark negativen Cash-flow in das Jahr - 2020 flossen im ersten Quartal 8,5 Milliarden Euro ab. Zum Jahresende soll der Cash-flow neutral sein.

Boeing hatte im ersten Quartal zwar den Verlust um rund 80 Prozent auf 353 Millionen Dollar verkleinert, kämpft aber nicht nur mit den Folgen der Corona-Krise, sondern auch mit neuen Problemen mit dem ehemaligen Verkaufsschlager 737 MAX. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Nachbesserungen an der Elektrik gefordert, ehe die Maschinen wieder abheben dürfen. Boeing-Chef Dave Calhoun hat die Auslieferungen bis dahin gestoppt.

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