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Flugzeughersteller Airbus erwägt Großbritannien wegen Brexit zu verlassen

Airbus fordert von der Regierung eine klare Ansagen zum Brexit. Andernfalls erwägt der Flugzeughersteller Großbritannien den Rücken zu kehren.

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Großbritannien: Airbus droht mit Produktionsstopp wegen Brexit Quelle: dpa

Airbus könnte Großbritannien verlassen, sollte die Regierung nicht bald konkrete Aussagen zum Brexit treffen, berichtet die britische Zeitung „The Guardian“ am Montag. Die stellvertretende Großbritannien-Chefin Katherine Bennett sagte: „Es wäre sehr teuer für uns und eine Last, die wir nicht hinnehmen wollen. Wir bevorzugen Großbritannien als Heimatland für Airbus. Aber wir benötigen bestimmt Produktionsbedingungen, um effizient zu sein. Wir wollen keine zusätzlichen Kosten für unser Geschäft in Großbritannien. Was dazu führen könnte, dass Airbus in Zukunft anders über den Standort in Großbritannien denkt.“

Zudem müsse der Konzern müsse bald entscheiden, ob beginnt Einzelteile zu lagern, um Verzögerungen zu vermeiden, die durch Zollgrenzen entstehen könnte. Das würde zusätzliche Kosten verursachen, was die britischen Betriebe wettbewerbsunfähig machen könnten, heißt es weiter. „Es ist entscheidend, dass die Flügel, die wir in Broughton und in Filton bauen, auch für die Endmontage nach Frankreich und Deutschland gelangen“, erklärte Bennett. Zudem mache ihr Sorgen, dass bei einem möglichen Ausstieg aus der Europäischen Union hohe Kosten für Zoll entstehen.

Am Montagmorgen wurde bekannt, dass Airbus plant, 3600 Stellen zu verlagern oder zu streichen. Betroffen seien vor allem die Standorte Augsburg und Bremen sowie Sevilla in Spanien und Filton in Großbritannien, wo insgesamt 15.000 Mitarbeiter beschäftig werden.

Die Einschnitte seien eine Folge der verringerten Nachfrage nach dem Riesen-Jumbo A380 und der verzögerten Auslieferungen beim Militärtransporter A400M. Das Unternehmen selber wollte zu dem Bericht nicht Stellung nehmen, bestätigte aber, dass Gespräche mit dem europäischen Betriebsrat in der kommenden Woche geführt würden.

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