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Flugzeughersteller Bombardier will Werk in Nordirland verkaufen – Sorgen in Belfast

In Belfast werden die Tragflächen für den Airbus A220 hergestellt. Politiker und Gewerkschaften sorgen sich um Tausende Arbeitsplätze.

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Der kanadische Konzern gehört in Nordirland zu den größten Arbeitgebern. Quelle: CLODAGH KILCOYNE

Belfast Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier will seine Werke in Nordirland und Marokko verkaufen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Bombardier wolle sein Geschäft im Flugzeugbau in eine einzelne, modernisierte Einheit umformen, so die Begründung. Es handle sich dabei aber um „großartige Werke mit enormen Kapazitäten“, hieß es in der Mitteilung.

Mit rund 3.600 Beschäftigten gehört der kanadische Konzern in Nordirland zu den größten Arbeitgebern. Hinzu kommen Tausende Jobs bei Zulieferern. Hergestellt werden in dem Werk in Belfast die Tragflächen für den Airbus A220. Seit 2015 wurden dort bereits 600 Arbeitsplätze abgebaut. Die Sorge, dass nun weitere Jobs verloren gehen, ist in der wirtschaftlich abgehängten Region groß.

Die Chefin der katholisch-republikanischen Sinn-Fein-Partei in Nordirland, Michelle O'Neill, bezeichnete die Ankündigung als „hochgradig besorgniserregend“. Die Unsicherheit um den geplanten EU-Austritt Großbritanniens habe sich bereits schwerwiegend für die Industrie ausgewirkt.

Die größte britische Gewerkschaft, Unite, kündigte an, Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen mit Bombardier und der Regierung aushandeln zu wollen.

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