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Fusion mit Thyssenkrupp Tata sucht Unterstützung bei Arbeitnehmern

Nach den Protesten der Stahlkocher von Thyssenkrupp wächst auch bei den Beschäftigten von Tata Steel in den Niederlanden der Widerstand gegen die geplante Fusion. Der Konzern versucht jetzt die Wogen zu glätten.

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Ein Stahlarbeiter am Hochofen bei ThyssenKrupp Quelle: dpa

Angesichts des wachsenden Widerstands der Tata-Steel-Beschäftigten in den Niederlanden gegen eine Fusion mit der Stahlsparte von Thyssenkrupp will das Management die Wogen glätten. "Das Joint Venture bietet uns die Möglichkeit, ein noch stärkeres Unternehmen zu gründen, das sowohl wachsen als auch unseren anspruchsvollen Kunden noch mehr qualitativ hochwertige High-Tech-Produkte bieten kann", hieß in einer Erklärung des Europachefs von Tata Steel, Hans Fischer. Es habe konstruktive Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern gegeben, um deren Unterstützung man sich bemühe.

Der Gesamtbetriebsrat der 10.000 Beschäftigten von Tata Steel Nederlands (TSN) hatte die Pläne zuvor am Freitag abgelehnt. Die Arbeitnehmervertreter befürchten wie auch die von Thyssenkrupp den Abbau zahlreicher Stellen. Zudem sorgen sie sich um die Tragfähigkeit des Joint Ventures, das mit Schulden in Höhe von 6,5 Milliarden Euro an den Start gehen soll. In Deutschland laufen die Stahlkocher von Thyssenkrupp seit Monaten Sturm gegen die Pläne von Konzernschef Heinrich Hiesinger. Dieser will mit dem Zusammenschluss den zweitgrößten Stahlkonzern Europas nach ArcelorMittal schmieden. Tata Steel zufolge befinden sich die Unternehmen nun in der Phase, in der sie gegenseitig ihre Bücher prüfen (Due Diligence).

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