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General Motors und Ford US-Autoabsatz zieht nach Hurrikanschäden an

General Motors und Ford profitieren in den USA von Folgen der Wirbelstürme „Harvey“ und „Irma“, die Verkaufszahlen steigen. Die Aktionäre honorierten dies mit Kursaufschlägen, doch Analysten bleiben skeptisch.

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Der Automobilkonzerns aus Detroit verkaufte im vergangenen Monat fast zwölf Prozent mehr Autos. Quelle: dpa

Detroit Die Zerstörungen der Wirbelstürme „Harvey“ und „Irma“ in Texas und Florida sorgen in der US-Autobranche für das erste Absatzplus des Jahres. General Motors und Ford verkauften im September im Vergleich zum Vorjahresmonat 11,9 Prozent beziehungsweise 8,7 Prozent mehr Fahrzeuge, wie die Detroiter Konzerne am Dienstag mitteilten. Die Aktionäre honorierten dies mit Kursaufschlägen. Dagegen musste sich Fiat Chrysler mit einem Absatzrückgang zufriedengeben. Das Unternehmen führte dies vor allem das wenig profitable Geschäft mit Mietwagenfirmen zurück, das eingedampft werden soll. Für Volkswagen zahlt sich indes die Konzentration auf Geländewagen aus: Der Absatz stieg um ein Drittel.

Der Absatz entwickelte sich für die gesamte Branche nach dem Rekordjahr 2016 bisher eher mau, so dass viele Wagen auf den Höfen der Händler stehenblieben und Privatkäufern Rabatte in Rekordhöhe eingeräumt wurden. Manche Experten gehen davon aus, dass diese Probleme auch mit dem insgesamt erfolgreichen September nicht gelöst sind. „Das wird eine kurze Party“, sagte die Analystin Michelle Krebs vom Onlineautohaus Autotrader.

Nach Branchenschätzungen wurden durch die Hurrikans „Harvey“ und „Irma“ insgesamt bis zu 700.000 Fahrzeuge zerstört. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2016 wurden die Konzerne 17,55 Millionen Autos in den USA los. Im September stieg die Nachfrage vor allem in der unwettergeplagten Metropole Houston, die tagelang überschwemmt war.

Auf der Erfolgsspur fährt in den USA Volkswagen. Der Absatz der Kernmarke stieg nach eigenen Angaben um 33,2 Prozent. Der Wolfsburger Konzern führte das unter anderem auf den neuen Geländewagen Atlas und den kompakteren Tiguan zurück. Auch die Tochter Audi konnte ein Plus von 9,6 Prozent verbuchen. Beim bayerischen Konkurrenten BMW gab es einen Rückgang um 0,4 Prozent.

Der in den USA nach Absatz zweitgrößte Konzern hinter GM, Toyota, verbuchte ein Plus von fast 15 Prozent. Die Japaner setzen eher auf neue Limousinen, während sich die US-Rivalen auf Geländewagen konzentrieren.

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