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Gerinnungshemmer Bayer erhält neue Zulassungsempfehlung für Schlüsselmedikament Xarelto

Der Gerinnungshemmer Xarelto ist das Top-Medikament von Bayer und auf sieben Krankheitsfeldern zugelassen – jetzt könnte ein weiteres hinzukommen.

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Der Pharmakonzern kann sich freuen: Sein Top-Medikament bekommt eine weitere Zulassungsempfehlung. Quelle: Reuters

Frankfurt Bayer winkt in Europa eine neue Zulassung für sein Top-Medikament im Pharmageschäft Xarelto. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelbehörde habe sich dafür ausgesprochen, den Gerinnungshemmer auch zur Verhinderung von Thrombosen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit oder arterieller Verschlusskrankheit einzusetzen, teilte der Leverkusener Traditionskonzern am Freitag mit.

Xarelto ist bereits für den Einsatz in sieben Krankheitsfeldern zugelassen. Die Arznei war im vergangenen Jahr der größte Kassenschlager der Bayer-Arzneisparte mit einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro.

Die EU-Kommission hat bei Medikamentenzulassungen in der EU das letzte Wort. Üblicherweise folgt sie den Empfehlungen der Arzneimittelbehörde. Bayer traut der Arznei in allen Einsatzgebieten zusammengenommen einen Spitzenumsatz von mehr als fünf Milliarden Euro zu.

Die koronare Herzkrankheit und die arterielle Verschlusskrankheit sind Folge-Erkrankungen der Atherosklerose, bei der sich in den Arterien mit der Zeit immer stärkere Ablagerungen aufbauen. Patienten mit diesen Erkrankungen haben ein größeres Risiko von Thrombosen.

Zudem kündigte der Konzern an, dass er nach seiner Niederlage im Streit um EU-Verbote von bienenschädlichen Insektenmittel Rechtsmittel einlegt. Die Leverkusener wollen einige allgemeine Interpretationen des EU-Gerichts zum Pflanzenschutzgesetz überprüfen lassen, wie sie am Freitag mitteilten.

Bayer befürchtet „weitreichende Konsequenzen für die Rechtssicherheit“ von Wirkstoffzulassungen in der EU. Der Agrarchemie-Riese ist der Ansicht, dass einige der Einschätzungen der Richter „einer rechtlichen Grundlage entbehren“.

Das Gericht der Europäischen Union hatte im Mai die von der EU-Kommission 2013 verhängten Einschränkungen bei der Verwendung von drei sogenannten Neonikotinoiden für rechtens erklärt. Bayer und andere Chemiekonzerne waren gegen die Verbote vor Gericht gezogen.

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