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Geschäftszahlen Batteriekonzern Varta verdoppelt Gewinn 2020 nahezu

Die Varta-Aktie notierte am Morgen knapp fünf Prozent im Plus, verglichen mit dem Vortag. Quelle: dpa

Dem Batteriekonzern Varta hat das starke Wachstum im vergangenen Jahr auch unter dem Strich ein dickes Gewinnplus beschert. Mit dem Einstieg in die E-Mobilität könnte der Konzern an den starken Zahlen anknüpfen.

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Dem Batteriekonzern Varta hat das starke Wachstum im vergangenen Jahr auch unter dem Strich ein dickes Gewinnplus beschert. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn kletterte um rund 90 Prozent auf 95,4 Millionen Euro, wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch in Ellwangen mitteilte. Varta profitiert insbesondere vom Boom bei kabellosen Kopfhörern. Bei den dafür verwendeten Lithium-Ionen-Akku-Knopfzellen ist der Konzern nach eigenen Angaben Weltmarktführer und baut die Produktion dafür weiter aus.

Zudem hat Varta im vergangenen Jahr wieder die Haushaltsbatterien für Endverbraucher unter anderem mit dem Markennamen Varta übernommen. Der Umsatz stieg 2020 wie bereits bekannt um 140 Prozent auf 870 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte mit 147 Prozent auf 241 Millionen Euro noch etwas stärker zu als im Februar mitgeteilt (239 Mio). Den Ausblick auf das laufende Jahr bestätigte das Management. Die Varta-Aktie notierte am Morgen knapp fünf Prozent im Plus, verglichen mit dem Vortag.

Profitieren will Varta bald auch von der E-Mobilität: Der Batteriekonzern steigt nämlich groß in die Produktion von Batterien für Elektroautos ein. Neuartige Zellen sollen zum Ende des Jahres am Stammsitz in Ellwangen auf einer Pilotlinie produziert werden. Die WirtschaftsWoche hatte vor zwei Wochen exklusiv darüber berichtet. Die großformatige Batteriezelle 21700 (7 cm hoch, 2,1 cm Durchmesser) soll zunächst vor allem in leistungsstarken Elektroautos zum Einsatz kommen.

„Im Automobilsektor sehen wir eine ganz große Chance für ein Segment, wo diese Power und Schnellladefähigkeit besonders dringend gebraucht wird“, sagte Varta-Chef Herbert Schein (55), der seit rund 28 Jahren für Varta arbeitet, im Interview mit der WirtschaftsWoche.

„Wir sind mit vielen Automobilherstellern im engen Kontakt, da gibt es aber Vertraulichkeitserklärungen. Ideal ist unsere Powerzelle natürlich für Sportwagen, für den Premiumbereich: Die Batterie gibt in kürzester Zeit viel Kraft ab, etwa für die Beschleunigung“, sagte Schein.

Mehr zum Thema: Lesen Sie hier das Interview mit Varta-Chef Herbert Schein über den Einstieg in die Elektroautobranche. Und hier finden Sie unser exklusives Stück über Vartas E-Auto-Pläne.

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