Geschäftszahlen Schlechte Stimmung bei Lanxess

Der Lanxess-Chef Zachert zeigt sich für das auslaufende Geschäftsjahr zurückhaltend. Die Ergebnisse des Konzerns seien kein Grund zum Jubeln, das Tal der Tränen noch nicht durchschritten. Das gilt auch für Anleger.

Die 10 umsatzstärksten deutschen Chemiekonzerne 2013
Platz 10Beiersdorf AGUmsatz: 6.141 Mio. Euro Beschäftigte: k.A. Quelle: Verband der Chemischen Industrie e.V. Quelle: dpa
Platz 9Lanxess AGUmsatz: 8.300 Mio. Euro Beschäftigte: 17.000 Quelle: dpa
Platz 8Merck KGaAUmsatz: 11.095 Mio. Euro Beschäftigte: 38.154 Quelle: dpa
Platz 7Evonik Industries AGUmsatz: 12.874 Mio. Euro Beschäftigte: 32.995 Quelle: dpa
Platz 6Boehringer Ingelheim GmbHUmsatz: 14.065 Mio. Euro Beschäftigte: 47.492 Quelle: dpa
Platz 5Henkel AGAktiengesellschaft & Co. KGaAUmsatz: 16.355 Mio. Euro Beschäftigte: 46.850 Quelle: dpa
Platz 4Linde AGUmsatz: 16.655 Mio. Euro Beschäftigte: 63.487 Quelle: dpa
Platz 3Fresenius SE & Co. KGaA​Umsatz: 20.331 Mio. Euro Beschäftigte: 178.337 Quelle: dpa
Platz 2Bayer AGUmsatz: 40.157 Mio. Euro Beschäftigte: 113.200​ Quelle: dpa
Platz 1BASF SEUmsatz: 73.973 Mio. Euro Beschäftigte: 112.206 Quelle: dpa

Der Chemiekonzern Lanxess hat sich zurückhaltend für das auslaufende Geschäftsjahr gezeigt. Die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2014 würden eher am unteren Rand der bislang genannten Spanne liegen, sagte Firmenchef Matthias Zachert dem "Handelsblatt" laut Vorab-Bericht aus der Montag-Ausgabe. Im vierten Quartal bewege man sich voraussichtlich im Rahmen der eigenen Prognosen. Lanxess habe das "Tal der Tränen" noch nicht durchschritten. "Die Überkapazitäten im Kautschuk-Geschäft werden noch zunehmen, und damit droht ein weiterer Preisverfall." Der Konzern ist der weltgrößte Produzent von künstlichem Kautschuk für die Auto- und Reifenindustrie.

Entwicklung des Lanxess-Aktienkurses seit der Erstnotierung 2005. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Ob es 2015 zunächst noch schlechter laufen werde, bevor es wieder besser werde, lasse sich noch nicht sagen, so Zachert. Es gelte aber: "Auf jeden Fall haben wir ein weiteres schwieriges Jahr vor uns." Auf die Frage, ob Lanxess allein überlebensfähig sei, sagte Zachert: "Ja, sicher." Schließlich seien 60 Prozent des Konzern-Portfolios sehr gut aufgestellt. "Mit diesen Sparten erzielen wir sehr gute Erträge. Den anderen Teil, also das Kautschuk-Geschäft, werden wir in den nächsten zwei bis drei Jahren wieder nach vorne bringen."

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Für das Gesamtjahr 2014 hatte Zachert im November einen bereinigten operativen Gewinn von 780 bis 820 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Damals hatte Lanxess auch den Abbau von weltweit 1000 seiner 16.700 Stellen bis Ende 2016 bekannt gegeben. Neue Wettbewerber, Überkapazitäten und fallende Preise für synthetischen Kautschuk setzen Lanxess zu.

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