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Gescheiterte Übernahme Aixtron rechnet nicht mit Rettung durch neuen Käufer

Wegen Sicherheitsbedenken blockierten Sigmar Gabriel und sogar Barrack Obama die Übernahme von Aixtron durch Chinesen. Dem Unternehmen droht nun ein hartes Sanierungsprogramm. Denn ein neuer Retter ist nicht in Sicht.

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Nachdem die Übernahme durch den chinesischen Investor Fujian Grand Chip Investment gescheitert ist, droht der Abbau von Arbeitsplätzen. Quelle: dpa

Düsseldorf Nach dem Absprung des chinesischen Investors rechnet der defizitäre Chip-Anlagenbauer Aixtron nicht mit einem neuen Käufer. „Die Sache mit den Chinesen war das Ergebnis eines zweijährigen Prozesses”, sagte ein Firmensprecher am Montag. Daher sei es unwahrscheinlich, dass nun plötzlich ein neuer Interessent auftaucht. Aixtron müsse nun allein zurecht kommen, Kosten senken und prüfen, welche Schritte zur Sanierung gemacht werden können. Ergebnisse werde es wohl Anfang des Jahres geben.

Vorstandschef Martin Goetzeler wollte mit Hilfe des chinesischen Investors Fujian Grand Chip Investment (FGC) aus der Misere kommen. Zudem hoffte er, so einen besseren Zugang zum milliardenschweren chinesischen Markt zu erhalten, auf dem sich auch US-Konkurrenten wie Veeco oder Applied Materials tummeln.

Doch wegen Sicherheitsbedenken zog erst Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel seine bereits erteilte Unbedenklichkeitserklärung zurück; dann verweigerte US-Präsident Barack Obama seine Zustimmung zu dem Deal. Vergangene Woche gab FGC letztendlich seine Übernahmepläne auf.

Aixtron stellt Anlagen zur Produktion von Halbleitern her. Neben der zivilen Nutzung etwa für Leuchtdioden könnten auf den Aixtron-Anlagen aber auch Chips für militärische Zwecke produziert werden, etwa für Systeme, die Raketen und Satelliten steuern.

Experten bezweifeln, dass Aixtron mit seinen gut 700 Mitarbeitern selbstständig überleben kann. Im September hatte Goetzeler in einem Reuters-Interview gesagt, ohne einen Partner drohten harte Einschnitte und ein Abbau von Arbeitsplätzen.

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