Gesundheitskonzern Fresenius mit neuem Rekordgewinn - Bilanz in der Blitzanalyse

Der Gesundheitskonzern blick positiv in die Zukunft. Quelle: dpa

Neues Rekordjahr für Fresenius:

  • Umsatz und Gewinn wachsen zweistellig.
  • Dividende wird um 21 Prozent auf 0,75 Euro erhöht.
  • Akorn-Übernahme auf dem Prüfstand: Untersuchung zu angeblichen Verstößen gegen FDA-Vorgaben beim US-Übernahmeobjekt.

Die wichtigsten Fakten für das Gesamtjahr 2017:

  • Der Konzerngewinn steigt um 16 Prozent zehn Prozent auf 1,81 Milliarden Euro.
  • Der Umsatz wächst um 15 Prozent auf 33,9 Milliarden Euro
  • Dax-Konzern hält an seinen Mittelfristzielen fest.
  • 2018 soll der Konzerngewinn zwischen sechs und neun Prozent steigen.


Der Gesundheitskonzern Fresenius präsentiert das 14. Rekordjahr in Folge. Allerdings werden die guten Zahlen in den Schatten gestellt von der Nachricht einer Prüfung des US-Übernahmeobjekts Akorn. Am späten Montagabend gab Fresenius bekannt, derzeit mit externen Sachverständigen bei Akorn eine Untersuchung zu angeblichen Verstößen gegen FDA-Vorgaben zur Datenintegrität in der Produktentwicklung durchzuführen.

Was jetzt passiert:

Sollten Vollzugsbedingungen der Übernahmevereinbarung nicht erfüllt sein, kann dies Folgen für den Abschluss der Transaktion haben, heißt es in der Mitteilung. Fresenius beabsichtigt, während der laufenden Untersuchung keine weiteren Stellungnahmen abzugeben. Das Unternehmen strebe unverändert die Freigabe der US-Fusionskontrollbehörde
FTC an, heißt es weiter.

Fresenius hatte die Übernahme von Akorn für umgerechnet 4,4 Millliarden Euro im vergangenen April bekannt gegeben. Der US-Generikahersteller entwickelte sich in den darauffolgenden Quartalen allerdings deutlich schlechter als erwartet. Das führte zu Zweifeln an den ambitionierten Ergebniserwartungen, die Fresenius für Akorns Geschäftsjahr 2018 ausgegeben hatte.

An den Mittelfristzielen des Dax-Unternehmens Fresenius rüttelt die Akorn-Untersuchung indes nicht: Fresenius soll bis 2020 weiter wie geplant im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Für das laufende Geschäftsjahr strebt Fresenius einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernergebnisses zwischen fünf und acht Prozent an. Das Ergebnis soll zwischen sechs und neun Prozent stiegen.
Fresenius ist breit im Gesundheitsmarkt aufgestellt. Zum Konzern gehören der ebenfalls im Dax notierte Dialyse-Weltmarktführer Fresenius Medical Care, ein milliardenschweres Klinikgeschäft unter der Konzernmarke Helios sowie die ebenfalls milliardenschwere Medikamentensparte Kabi.

Neben dem organischen Wachstum von sechs Prozent sorgten Zukäufe für weitere zehn Prozent des Wachstums. Dazu gehört vor allem die 5,8 Milliarden Euro schwere Übernahme des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud, die der Konzern Ende Januar 2017 abgeschlossen hat. Zudem hat die Dialysetochter FMC, an der Fresenius rund 30 Prozent hält, im vergangenen Jahr in den USA den Heimdialyseanbieter NxStage Medical für die Summe von rund zwei Milliarden Dollar übernommen. Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung soll die Dividende zum 25. Mal in Folge steigen und zwar um 21 Prozent auf 0,75 Euro je Aktie.

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