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Ghosn-Affäre Nissan-Manager Munoz gibt Posten auf

Nachwirkungen des Ghosn-Skandals: Nissan überprüft frühere Entscheidungen, die in den USA gemacht wurden, und Munoz war zunächst beurlaubt worden. Jetzt geht er.

Jose Munoz während der North American International Auto Show in Detroit, Michigan, in 2017. Heute hat der Chairman von Nissan Nordamerika seinen Posten geräumt. Quelle: Reuters

BangaloreDer hochrangige Nissan-Motor-Manager Jose Munoz hat seinen Posten bei der US-Tochter des japanischen Autobauer geräumt. Dies teilte ein Sprecher am Freitag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters mit. Der Schritt des Chief Performance Officer folgt einem Reuters-Bericht, wonach Nissan seine Entscheidungen in den USA überprüfe als Teil der Ermittlungen im Zusammenhang mit dem inhaftierten Ex-Chef Carlos Ghosn.

Der Konzern hatte vor einigen Tagen erklärt, Munoz sei beurlaubt worden. Munoz selbst schrieb auf einen Blog, seine Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung getroffen worden. Nissan sei „gegenwärtig mit Dingen beschäftigt, die die Aufmerksamkeit gebunden haben und auch weiter binden werden.“

Ghosn selbst geriet am Freitag stärker unter Druck: Die Staatsanwaltschaft in Tokio erhob zwei weitere Anklagen wegen Finanzverstößen. Ghosn sitzt seit dem 19. November in Untersuchungshaft, weil er seine Einkünfte in den fünf Jahren bis 2015 nicht vollständig angegeben haben soll. Er hat die Vorwürfe bei seiner ersten Anhörung vor Gericht am Dienstag zurückgewiesen.

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