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Glencore und Xstrata Auftakt zu einer neuen Konsolidierung

Die Fusion zwischen den Schweizer Rohstoffriesen Glencore und Xstrata wird die Minenbranche von Grund auf verändern – und der deutschen Industrie wahrscheinlich höhere Preise bescheren.

Minenarbeit Quelle: REUTERS

Xstrata-Chef Mick Davis gilt als einer der abgebrühtesten Manager in der für besonders abgeklärte Manager bekannten Rohstoffbranche. Dass der 56-jährige gebürtige Südafrikaner heute morgen ungewöhnlich nervös war und sich reihenweise verhaspelte, lag wohl daran, dass er den wahrscheinlich wichtigsten Deal der Minenbranche seit mehr als zehn Jahren verkündete. Und das, nachdem in den vergangenen Jahren eine Reihe von Superdeals gescheitert ist.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Im Rahmen eines Aktientauschs wird der Schweizer Konzern Glencore die nur rund zwei Kilometer entfernt residierende Xstrata übernehmen. Ziel ist der Bau des ersten wirklich integrierten Rohstoffkonzerns, der von der Mine über die Verarbeitung bis zum Handel in allen Stufen des Geschäfts zu den Marktführern gehört. Bislang war Glencore vor allem im Handel tätig und Xstrata vor allem in Förderung und Verarbeitung – so wie die anderen Minenmarktführer Vale aus Brasilien, Anglo American aus Südafrika und die britisch-australischen Rio Tinto und BHP Billiton.

Kartellvorwürfe ausgeschlossen

Zwar wirkt die Ankündigung von Davis, ein „Super-Powerhouse“ zu schaffen auf den ersten Blick etwas hochgegriffen. Schließlich ist Glencore Xstrata, wie sich der neue Verbund derzeit nennt, nach Gewinn und Börsenwert derzeit nur die Nummer drei BHP, Rio Tinto und Vale. Zudem waren Davis und Glencore-Chef Ivan Glasenberg heute überzeugt, dass ihr Zusammenschluss klein genug ist, um keine Probleme mit den Kartellbehörden zu bekommen.

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