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Gutachten Aussage gegen Aussage zu Dieselmanipulation bei Daimler

Ein Experte habe acht Abschalteinrichtungen in Mercedes-E-Klasse-Dieselmodellen gefunden, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Daimler widerspricht dem, dass diese unzulässig gewesen seien.

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Die beschriebenen Funktionen seien bekannt und keine unzulässige Abschalteinrichtung, sagt Daimler. Quelle: AP

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht mit einem Gutachten Daimler des Einbaus von illegalen Abschalteinrichtungen in ein Mercedes-E-Klasse-Dieselmodell überführt. Der Kfz-Software-Experte Felix Domke habe acht Abschalteinrichtungen gefunden, welche die Abgasreinigung im Straßenbetrieb gezielt drosselten, erklärte die DUH am Donnerstag.

Domke habe das Gutachten im Auftrag der internationalen Anwaltskanzlei Milberg erstellt. Daimler widersprach, die beschriebenen Funktionen seien bekannt und keine unzulässige Abschalteinrichtung.

Die Welle von Schadenersatzklagen von Dieselbesitzern gegen Daimler erreichte schon mit mehreren Verfahren den Bundesgerichtshof. Bisher ging keines mit einem Urteil gegen den Autobauer aus, weil die Existenz einer Abschalteinrichtung alleine keine sittenwidrige Schädigung sei. Es müsse der Nachweis einer gezielten Täuschungsabsicht hinzukommen.

Die Anwaltskanzlei Milberg, die Kläger gegen Daimler in Großbritannien vertritt, sieht dagegen das Gutachten als Nachweis, dass Daimler die Kunden betrogen habe und diesen Schadensersatz zusteht, wie Gesellschafter Glenn Philipps erklärte.

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