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H-47 Chinook Boeing will mit deutschen Partnern Luftwaffe-Auftrag gewinnen

Boeing startet in ein gutes Geschäftsjahr und korrigiert die Gewinnziele nach oben. Auch der Auftrag der deutschen Luftwaffe rückt in greifbare Nähe.

Ein Modell, des Hubschraubers, den Boeing für die deutsche Luftwaffe bauen möchte. Boeing konkurriert mit Rheinmetall und Sikorsky um den Auftrag. Quelle: dpa

Chicago, SchönefeldIm Wettbewerb um einen milliardenschweren Auftrag der deutschen Luftwaffe nimmt Boeing bei seinem Modell H-47 Chinook deutsche Partner an Bord. Die zehn Unternehmen sollen bei der Auslieferung, Wartung und beim Training zum Zuge kommen, sollte die Bundesregierung Boeing einen Auftrag erteilen, hieß es am Mittwoch auf der Luftfahrtmesse ILA in Schönefeld. „Wir haben ein starkes Team für unser Chinook-Angebot in Deutschland aufgestellt“, warb Boeing-Manager Michael Hostetter.

Im den Auftrag für mindestens 45 Exemplare eines neuen Schwerlasthubschraubers bemüht sich auch der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall gemeinsam mit dem US-Helikopter-Produzenten Sikorsky. Sie wollen den für das US-Marine Corps entwickelten Helikopter Sikorsky CH-53K King Stallion verkaufen. Er ist ebenso wie der Boeing-Hubschrauber auf der ILA zu sehen.

Auch die Zahlen des weltgrößten Flugzeugbauers sind zufriedenstellend: Boeing hat nach einem überraschend starken Jahresauftakt seine Gewinnziele erhöht. Die hohe Nachfrage nach Passagierjets und geringere Steuern ließen den Überschuss im ersten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um 57 Prozent auf fast 2,5 Milliarden Dollar (2,0 Milliarden Euro) steigen, wie der Airbus-Rivale am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 23,4 Milliarden Dollar zu. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen klar, die Aktie legte vorbörslich deutlich zu.

Boeing-Chef Dennis Muilenburg hob die Gewinnprognose kräftig an und peilt für das laufende Jahr jetzt ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 14,30 bis 14,50 Dollar an. Das sind jeweils 50 Cent mehr als im Januar in Aussicht gestellt wurden. Im Gesamtjahr sollen 810 bis 815 Passagier- und Frachtmaschinen ausgeliefert werden. Damit würde Boeing seine Stellung als weltgrößter Flugzeugbauer knapp vor Airbus behaupten. Die Europäer haben sich vorgenommen, in diesem Jahr rund 800 Maschinen an ihre Kunden zu übergeben.

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