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Halbleitermangel Daimler-Truck-Chef: Werden 2022 wegen Chipkrise weniger Lkw ausliefern

Die Lkw-Branche war in der ersten Jahreshälfte noch weitgehend verschont von dem Chipmangel geblieben, inzwischen sind die Probleme aber auch hier angekommen. Quelle: Bloomberg

Der Halbleitermangel trifft auch die Lkw-Branche immer stärker. „Es ist ein Kampf um jeden Chip“, sagt Daimler-Truck-Chef Martin Daum.

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Daimler-Truck-Chef Martin Daum rechnet auch im kommenden Jahr mit Auswirkungen des weltweiten Chipmangels auf die Produktion. „Wir werden definitiv weniger ausliefern als wir hätten verkaufen können, und das gilt auch für nächstes Jahr“, sagte er am Dienstag. Wie hoch die Ausfälle seien, könne man nicht sagen. „Es ist ein Kampf um jeden Chip.“

Die Lkw-Branche war in der ersten Jahreshälfte noch weitgehend verschont von dem Chipmangel geblieben, inzwischen sind die Probleme aber auch hier angekommen. Der Rivale Traton hatte zuletzt erklärt, dass der Absatz in der zweiten Jahreshälfte geringer ausfallen dürfte. Die Knappheit trifft die Branche zu einem Zeitpunkt, zu dem die Nachfrage nach Fahrzeugen zulegt. „Wir können im Moment mehr verkaufen, als wir produzieren können“, sagte Daum. Zugleich stellte Daum höhere Preise in Aussicht. Neben den Chips hätten sich auch Rohmaterial wie Stahl und Aluminium verteuert. Dies müsse weitergegeben werden, sagte er.

Bei der geplanten Reduzierung der Fixkosten um 15 Prozent bis 2025 sei Daimler Truck „ordentlich unterwegs“, sagte Daum. Auf dem nächsten Kapitalmarkttag werde eine Zwischenbilanz gezogen. Stellen fielen im indirekten Bereich weg, nicht in der Produktion, sagte er.

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Auch der Münchner Lkw-Bauer MAN muss wegen fehlender Halbleiter die Produktion an seinen deutschen Standorten drosseln. „Aktuell fallen einzelne Schichten an den Standorten München, Nürnberg und Salzgitter aus“, sagte eine Konzernsprecherin am Montag gegenüber der Online-Ausgabe des Münchner Merkur.

Mehr zum Thema: Lange hat der weltgrößte Zulieferer am Verbrennungsmotor festgehalten, nun muss er schnell umsteuern. Doch bisher fehlt es an ausreichend Bauteilen für E-Autos – und Software programmieren die Autobauer vermehrt selbst. Was hat Bosch ihnen noch zu bieten?

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