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Harley-Davidson, SAP, HelloFresh Die Quartalszahlen des Tages

SAP, Philips, HelloFresh, Sartorius, Playmobil: Zahlen des Tages Quelle: dpa

Europas größter Softwarehersteller SAP peilt 2019 weiter ein kräftiges Wachstum an, Philips übertrifft die Markterwartungen und Hello Fresh kann mit kräftigem Umsatzplus punkten. Die Zahlen des Tages im Überblick.

In diesen Tagen veröffentlichen viele Unternehmen ihre Quartalsergebnisse. Die wichtigsten Zahlen des Dienstags im Überblick:

Neugeschäft von SAP verlangsamt sich im vierten Quartal

Das Wachstum im Neugeschäft des Softwareriesen SAP hat sich im Schlussquartal deutlich verlangsamt. Die neuen Cloud-Buchungen stiegen währungsbereinigt um 23 Prozent, wie Europas größter Technologiekonzern in Walldorf mitteilte. Im Vorquartal hatte es noch zu einem Plus von 37 Prozent gereicht. Vor allem im Zukunftsgeschäft mit Mietsoftware, in dem SAP mit den US-Konzernen Salesforce, Oracle und Workday konkurriert, geben die neuen Buchungen Rückschluss auf künftige Umsätze und Gewinne. Im laufenden Jahr will SAP nun ein unternehmensweites Restrukturierungsprogramm auflegen und rechnet in diesem Zusammenhang mit Kosten in Höhe von 800 bis 950 Millionen Euro, die überwiegend im ersten Quartal ausgewiesen werden sollen.

Der Gesamtumsatz des DAX-Konzerns legte im vierten Quartal währungsbereinigt um 13 Prozent auf 7,43 Milliarden Euro zu. Während das Betriebsergebnis um acht Prozent auf knapp 2,55 Milliarden Euro kletterte, sank das Nettoergebnis um 15 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Dies hing vor allem mit der stärkeren Ausrichtung auf das Cloud-Geschäft zusammen, die dazu führt, dass sich Gewinne auf einen längeren Zeitraum verteilen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von knapp 7,25 Milliarden Euro, einem Betriebsgewinn von fast 2,56 Milliarden Euro und einem Gewinn von 1,59 Milliarden Euro gerechnet.

Pfizer präsentiert ernüchternde Ziel für 2019

Der gestiegene Dollar und der Patentverlust bei einem wichtigen Medikament bremsen Pfizer. Der US-Pharmariese erwartet dieses Jahr keine großen Sprünge und rechnet mit einem Umsatz von 52 bis 54 Milliarden Dollar. 2018 war der Erlös noch um zwei Prozent auf 53,6 Milliarden gestiegen. Der Arzneimittelhersteller hatte zuletzt stark in sein Potfolio an neuen Krebsmedikamenten investiert, um drohende Umsatzausfälle durch den Patentverlust des Schmerzmittels Lyrica aufzufangen. Pfizer erwartet zudem die Zulassung eines neuen Herzmedikaments in diesem Jahr. Analysten hatten sich gleichwohl mehr erhofft,

Für 2019 rechnet Pfizer mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,82 bis 2,92 Dollar, Analysten hatten im Schnitt 3,04 Dollar je Aktie erwartet. Im vergangenen Jahr hatte sich diese relevante Kennziffer noch um 13 Prozent auf 3,00 Dollar erhöht.

Verizon legt bei Umsatz und Gewinn zu

Der größte US-Mobilfunkanbieter hat zum Jahresende 2018 erstmals seit sieben Quartalen mit seinem Umsatz die Erwartungen von Analysten verfehlt. Die Erlöse legten im vierten Quartal um ein Prozent auf 34,28 Milliarden Dollar zu. Von Reuters befragte Experten hatten jedoch mit einem stärkeren Plus auf 34,44 Milliarden Dollar gerechnet. Dank eines Zuwachses von 653.000 Neukunden stieg das Ergebnis je Aktie auf 1,12 Dollar von 0,86 Dollar. Wegen des Netzausbaus auf den 5G-Standard rechnet Verizon in diesem Jahr mit höheren Kosten.

Harley-Davidson enttäuscht auf dem Heimatmarkt

Der kriselnde US-Motorradbauer Harley-Davidson ist zum Jahresende weiter unter Druck geraten. Schwache Verkäufe insbesondere im US-Heimatmarkt ließen die Erlöse im vierten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um rund neun Prozent auf 955,6 Millionen Dollar (836,2 Mio Euro) sinken, wie die Traditionsfirma am Dienstag in Milwaukee mitteilte. Der Nettogewinn brach sogar von 8,3 auf 0,5 Millionen Dollar ein. Harley stand 2018 wegen geplanter Produktionsverlagerungen ins Ausland zeitweise im Dauerfeuer der Kritik von US-Präsident Donald Trump, der im vergangenen August sogar zum Boykott der mehr als 115 Jahre alten Marke aufgerufen hatte.

Ein weiteres Problem ist die alternde konservative Stammkundschaft, bei jüngeren Leuten hat Harley einen schweren Stand. Obwohl der Hersteller mit E-Motorrädern und anderen neuen Produkten einen Neustart versucht, sieht der Ausblick trübe aus. Für 2019 geht Harley von maximal 222 000 ausgelieferten Maschinen aus - dem niedrigsten Wert seit acht Jahren.

Obwohl die Erwartungen nicht gerade hoch waren, kamen die Quartalszahlen bei Anlegern schlecht an: die Aktie fiel vorbörslich zunächst um mehr als sieben Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs schon um mehr als 30 Prozent gesunken.

Philips übertrifft Markterwartungen

Dank der starken Nachfrage nach Krankenhausausstattung in China, Lateinamerika und Europa hat Philips, der niederländische Konkurrent der Siemens-Tochter Healthineers, besser abgeschnitten als erwartet. Im vierten Quartal 2018 verbesserte der niederländische Medizintechnikkonzern das operative Ergebnis (Ebita) um zehn Prozent auf 971 Millionen Euro und lag damit über den Analystenschätzungen. Der Umsatz legte auf vergleichbarer Basis um fünf Prozent auf 5,6 Milliarden zu, wie Philips mitteilte. Die Aktionäre sollen davon mit einer Dividende von 85 (Vorjahr: 80) Cent und einem 1,5 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf profitieren.

HelloFresh mit kräftigem Umsatzplus und weniger Verlust

Der Kochbox-Versender hat im Schlussquartal kräftig zugelegt. Der Umsatz kletterte um mehr als 40 Prozent auf rund 360 Millionen Euro, wie aus den vorgelegten vorläufigen Zahlen hervorgeht. Erstmals sei die Zahl der aktiven Kunden auf mehr als zwei Millionen gestiegen. Auf dem Weg zur Profitabilität sei das Unternehmen erheblich weitergekommen, betonte Unternehmenschef Dominik Richter. Die bereinigte Ebitda-Marge habe sich im vierten Quartal auf minus ein bis minus zwei Prozent verbessert.

Sartorius mit Umsatz- und Gewinnanstieg 2018

Der Laborausrüster Sartorius hat 2018 dank eines starken Amerika-Geschäfts seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro gesteigert. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (underlying EBITDA) kletterte um 14,7 Prozent auf 405 Millionen Euro, der maßgebliche Konzernnettogewinn erhöhte sich um 21,9 Prozent auf 175,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Für 2019 rechnet das Management mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um etwa sieben bis elf Prozent, die underlying EBITDA-Marge solle sich auf etwas über 27,0 Prozent (2018: 25,9 Prozent) verbessern.

Playmobil dank guter Geschäfte im Ausland weiter auf Kurs

Gute Geschäfte im Ausland haben den Playmobil-Hersteller Brandstätter in einem für die Branche schwierigen Jahr auf Wachstumskurs gehalten. Mit der Marke Playmobil erzielte das fränkische Unternehmen 2018 weltweit einen Umsatz von 686 Millionen Euro – ein Plus von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte Umsatz lag bei 748 Millionen Euro, nach 741 Millionen Euro im Jahr zuvor, wie die Brandstätter-Gruppe im Vorfeld der Spielwarenmesse mitteilte. Gut sei es vor allem in Frankreich, Spanien, Italien und den USA gelaufen. Zu dem Unternehmen gehört neben Playmobil auch der Pflanzengefäß-Hersteller Lechuza. Angaben zum Gewinn wurden nicht gemacht.

Angesichts der schwierigen Marktbedingungen sei man mit der Bilanz 2018 sehr zufrieden, sagte Vorstandschef Steffen Höpfner mit Blick auf die Insolvenz etwa der Handelskette Toys R US. „Wir haben uns über die gesamte Breite positiv weiterentwickelt.“ Impulsgeber seien neben dem Lizenzgeschäft mit Spielfiguren aus beliebten Kinofilmen auch klassische Spielwelten und digitale Angebote gewesen.

Neues Diagnostik-System belastet Siemens Healthineers

Die Einführung eines neues Labordiagnostik-Systems belastet die Siemens-Medizintechnik-Tochter Healthineers unerwartet stark. „Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal zeigt Licht und Schatten“, sagte Vorstandschef Bernd Montag. Der Umsatz stieg zwar zwischen Oktober und Dezember um 3,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, das bereinigte operative Ergebnis trat aber mit 545 (Vorjahr: 547) Millionen Euro auf der Stelle. Bei der Installation der neu auf den Markt gebrachten „Atellica“-Labordiagnostiksysteme hakt es aber. Das drückte den operativen Gewinn in der Sparte um ein Viertel. „Mit der Ergebnisentwicklung in unserem Diagnostikgeschäft bin ich nicht zufrieden“, sagte Montag.

An den Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) hält Siemens Healthineers aber fest. Der Umsatz soll auf vergleichbarer Basis um vier bis fünf Prozent steigen, die bereinigte Gewinnmarge soll zwischen 17,5 und 18,5 Prozent liegen. Im ersten Quartal ging die operative Rendite auf 16,5 (17,1) Prozent zurück.

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