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Ifo Immer mehr Unternehmen wollen an der Preisschraube drehen

Auch im Einzelhandel und den Dienstleistern sind Höchstwerte nicht mehr weit entfernt. Quelle: dpa

In Deutschland könnten bald in vielen Bereichen die Preise steigen. Laut dem Ifo-Institut planen immer mehr Unternehmen eine Preiserhöhung, um die steigenden Kosten auf der Beschaffungsseite weiterzugeben.

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Immer mehr Unternehmen in Deutschland wollen dem Ifo-Institut zufolge ihre Preise erhöhen. Dies treffe insbesondere für den Großhandel zu, wo das entsprechende Barometer von 54 Punkten im Vormonat auf 65 Zähler im Mai kletterte, wie die Münchner Forscher am Freitag zu ihrer Umfrage mitteilte. „Viele Unternehmen geben Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite weiter“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. „Zudem gibt es teilweise Nachholeffekte aufgrund früherer Preissenkungen während der Coronakrise.“

In der Industrie stieg der Wert um fünf auf 37 Punkte, auf dem Bau um 20 auf 32. Die Saldenwerte geben die Prozentzahl von Unternehmen wider, die ihre Preise erhöhen wollen - abzüglich jener, die sie senken wollen. „Auch im Einzelhandel und den Dienstleistern sind Höchstwerte nicht mehr weit entfernt“, betonte das Institut.

Es gebe nur noch wenige Branchen, in denen keine Preiserhöhungen vorgesehen seien. „Die starken Preissteigerungen bei vielen Rohstoffen ziehen sich letztendlich quer durch die gesamte Wirtschaft“, sagte Wohlrabe.

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Weltweit sind die Preise für Rohstoffe und Vorprodukte angesichts der kräftigen Erholung der Weltwirtschaft und ihrer größten Zugpferde USA und China deutlich gestiegen. Das bekommen auch die Verbraucher zu spüren: Die Inflationsrate erreichte im Mai mit 2,5 Prozent den höchsten Wert seit fast zehn Jahren, weil vor allem Energie deutlich teurer wurde. Experten halten für möglich, dass in der zweiten Jahreshälfte sogar zeitweise eine Vier vor dem Komma stehen könnte. 2022 soll sich der Preisauftrieb dann wieder abschwächen.

Mehr zum Thema: Nach dem Coronaschock steigt die Nachfrage, zudem treibt staatliche Regulierung die Preise. Die Zentralbanken aber pumpen ungebremst weiter – und keiner weiß, wie sie das Geld wieder reinholen wollen.

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