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Industrie Die Auftragsflaute im Maschinenbau geht weiter

Handelskonflikte und die Schwäche der Weltmärkte machen der Branche zu schaffen. Seit Monaten gehen weniger Bestellungen ein. Die Aussichten sind trüb.

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VDMA: Die Auftragsflaute im Maschinenbau hält an Quelle: dpa

Bei Deutschlands Maschinenbauern schwindet nach einem erneuten Dämpfer der Optimismus. „Wir sind zunehmend konfrontiert mit Handelshemmnissen weltweit“, sagte der Chefvolkswirt des Branchenverbandes VDMA, Ralph Wiechers, am Mittwoch in Frankfurt. „Wir haben jetzt schon Monate rückläufigen Auftragseingang, die Geschäftsklimaindikatoren sind nach wie vor schlecht, wir haben starke Belastungen ... bei der Investitionslaune unserer Kunden.“

Nach einem zweistelligen Einbruch der Bestellungen im August gab es im September den nächsten Rückschlag: Die Orders sackten zum Vorjahresmonat real um vier Prozent. Bestellungen aus dem Inland gingen dabei um neun Prozent zurück, die Orders aus dem Ausland lagen um zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. Einziger Lichtblick: Ein kräftiges Auftragsplus von elf Prozent aus den Euro-Partnerländern.

Internationale Handelskonflikte – vor allem der zwischen den USA und China – sowie die Ungewissheit rund um den Brexit belasten die Geschäfte. Verunsicherte Kunden im In- und Ausland halten sich mit Bestellungen zurück. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Autoindustrie, einem wichtigen Kunden der Branche.

Insgesamt gebe es keinen Grund für Entwarnung, bilanzierte Wiechers. „Wir sehen nicht, dass die Belastungen in Folge der vielen Handelsstreitigkeiten und des zunehmenden Protektionismus nun nachlassen und die weltweite Investitionsneigung zunimmt.“

Von Januar bis einschließlich September 2019 blieben die Orders insgesamt um acht Prozent unter Vorjahresniveau. In dem Neun-Monats-Zeitraum gab es im Inland einen Rückgang um neun Prozent, die Auslandsbestellungen verringerten sich um acht Prozent.

Der VDMA hatte im Juli seine Prognose für 2019 gekappt. Die Branche rechnet demnach in diesem Jahr mit einem realen Produktionsrückgang von zwei Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die deutsche Schlüsselindustrie mit deutlich mehr als einer Million Beschäftigten noch ein Plus von gut zwei Prozent erzielt.

Für die kommenden Monate erwartet die Branche wenig Besserung. „Wir brauchen ein nachhaltig gutes Umfeld zum Beispiel bei der Handelspolitik, aber auch bei anderen Themen“, sagte Wiechers.

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