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Industrie Stahlkonzern British Steel steht offenbar vor dem Kollaps

Tausende Arbeitsplätze stehen bei British Steel auf dem Spiel. Nun hat der Stahlkonzern die britische Regierung laut einem Bericht um einen Notkredit gebeten.

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London Der unter Druck geratene Stahlkonzern British Steel braucht einem Insider zufolge kurzfristig eine Finanzspritze des Staates. Dem zweitgrößten Stahlproduzent in Großbritannien drohe der Zusammenbruch, es sei denn, die Regierung bewillige noch am Dienstag einen Notkredit in Höhe von 30 Millionen Pfund (34,1 Millionen Euro), sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Sollte das Geld nicht bis Dienstagnachmittag zugesagt werden, könnte das 5000 Beschäftigte zählende Unternehmen bereits am Mittwoch unter Zwangsverwaltung gestellt werden.

British Steel-Eigner, die Investmentfirma Greybull Capital, habe die Regierung zunächst um ein Darlehen in Höhe von 75 Millionen Pfund gebeten, den Betrag aber nun auf 30 Millionen Pfund reduziert, erklärte der Insider weiter.

Neben den 5000 Beschäftigten von British Steel stehen mehr als 20.000 Arbeitsplätze in der Zulieferung auf dem Spiel. Greybull hatte den seinerzeit defizitären Stahlkonzern 2016 von Tata Steel übernommen.

Das britische Wirtschaftsministerium wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Derweil forderten die oppositionelle Labour-Partei und die Gewerkschaften die Unterstützung des Staates, um British Steel zu retten.

British Steel hatte zuletzt bereits ein Darlehen in Höhe von rund 120 Millionen Pfund aufgenommen, um die Vorschriften des Emissionshandelssystems (ETS) der Europäischen Union gewährleisten zu können. Die Hängepartie des Brexit und die wirtschaftlichen Unsicherheiten belasten den Stahlproduzent.

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