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Industriegase-Hersteller Linde schließt Rekordjahr ab

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Linde bei einem Umsatzplus von gut einem Zehntel einen Zuwachs des operativen Gewinns auf 3,53 Milliarden Euro. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren.

Linde AG Wolfgang Reitzle Quelle: dpa

Der Industriegase-Spezialist Linde hat vor allem dank seiner jüngsten Übernahme des US-Sauerstoffgeräte-Herstellers Lincare im Schlussquartal seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Das Gesamtjahr 2012 schlossen die Münchener erneut mit neuen Bestmarken bei Gewinn und Umsatz ab.

Das operative Ergebnis (EBITDA) sei um 10 Prozent auf 3,53 Milliarden Euro gestiegen, teilte der im Dax notierte Konzern am Donnerstag in München mit. Der Umsatz kletterte um 10,8 Prozent auf 15,28 Milliarden Euro. Dazu beigetragen habe insbesondere die starke Nachfrage in Asien. Zudem profitierte Linde von seinem Sparkurs. Die Zahlen lagen im Rahmen der Analystenerwartungen. "Wir haben uns gut behauptet, obwohl das Umfeld im Verlauf des Jahres 2012 zunehmend schwieriger wurde", sagte Reitzle.

Die Weltmarktspitze eroberte er noch nicht zurück. Der französische Erzrivale Air Liquide nahm 2012 noch rund 46 Millionen Euro mehr ein als die Bayern.

Nach Steuern und Minderheiten blieb ein Gewinn von 1,25 Milliarden Euro nach 1,147 Milliarde Euro im Vorjahr übrig. Von dem guten Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Vorstand will die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr auf 2,70 Euro je Aktie anheben nach 2,50 Euro im Vorjahr.

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Linde-Chef Wolfgang Reitzle will in den letzten Jahren seiner Industriekarriere nochmal Gas geben. Der Manager legte die Latte für die Gewinnziele seines Hauses am Donnerstag höher: Bis 2016 soll das operative Ergebnis fünf Milliarden Euro erreichen. Mit der neuen mittelfristigen Prognose steckte der Linde-Chef bereits den Kurs für seinen noch nicht benannten Nachfolger ab. Reitzle will 2014 bei den Münchnern aufhören.

Für das laufende Jahr peilt das Münchner Unternehmen bei steigendem Umsatz ein operatives Ergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an, wie der Konzern mitteilte.

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