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Industriekonzern Rheinmetall verzeichnet starke Rückgänge im Autogeschäft

Konzernchef Armin Papperger muss die Umsatzprognose für 2019 kappen. Besonders in der Autozulieferung ist das Geschäft von Rheinmetall rückläufig.

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In den ersten neun Monaten verbuchte der Konzern bei einem Umsatzanstieg um 3,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro eine Verbesserung des operativen Ergebnisses um knapp vier Prozent auf 262 Millionen Euro. Quelle: dpa

Die schwache Autokonjunktur und Exportbeschränkungen für Rüstungsgüter setzen Rheinmetall zu. Konzernchef Armin Papperger reduzierte daher seine Umsatzprognose für 2019. Er rechne nur noch mit einem Plus von einem Prozent statt wie bisher mit vier Prozent, teilte der Manager am Donnerstag mit. Allein in der Autozulieferung erwarte er einen Rückgang um rund sieben Prozent und damit mehr als das doppelte dessen, was bislang avisiert wurde.

Und auch im ansonsten starken Unternehmensbereich Defence läuft nicht alles rund: Hier peilt Papperger mit einem Plus von neun Prozent das untere Ende der Prognosespanne an. Er begründete dies mit ausstehenden Exportgenehmigungen bei zwei ausländischen Tochtergesellschaften, was zu Umsatzeinbußen führe.

Insgesamt sei er aber zufrieden mit dem Rüstungsgeschäft. „Wir profitieren vom Nachholbedarf in der militärischen Beschaffung vieler Länder und von steigenden Budgets, insbesondere auch in Deutschland“, sagte Papperger.

In den ersten neun Monaten verbuchte Rheinmetall bei einem Umsatzanstieg um 3,1 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro eine Verbesserung des operativen Ergebnisses um knapp vier Prozent auf 262 Millionen Euro. Defence lieferte einen Umsatz von 2,2 Milliarden zu (plus 11,8 Prozent) und ein operatives Ergebnis von 134 Millionen Euro (plus 80 Prozent). Automotive verbuchte derweil bei einem Umsatzrückgang um 4,6 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro einen Einbruch des Ergebnisses um knapp 50 Millionen auf 144 Millionen Euro.

Die Anleger blieben von der reduzierten Umsatzprognose unbeeindruckt: Die MDax-Titel notierten mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent bei 116,85 Euro und damit knapp unter dem Jahreshoch von 118,60 Euro. Vor einem Jahr wurden die Papiere noch zu 73 Euro gehandelt.

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