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Investor Wilbur Ross Retter für Schifffonds in Not

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Geduld und intensive Recherche

Ein Mann geht an einer Filiale der RBS vorbei. Quelle: dpa

Er hält es für einen großen Vorteil, dass weder Virgin Money noch Northern Rock im Investmentbanking aktiv sind und daher nicht von den neuen strengen Auflagen der Regulierer eingeengt werden. Bei der Royal Bank of Scotland oder der Lloyds Bank, die ebenfalls vom Steuerzahler gerettet werden mussten, würde Ross nicht einsteigen. „Niemals, die sind viel zu groß“, sagt er. „Das passt nicht zu unserem Modell.“

Die Finanz- und damit auch die Schiffsfondsbranche ist der neueste Schrei in Ross’ Karriere als Investor. Nachdem er 2000 nach 24 Jahren die renommierte Rothschild-Bank verlassen hatte, kaufte er sich in den Branchen Stahl, Kohle, Textilien, Telekommunikation und Autozulieferer ein.

Sein Meisterstück gelang ihm mit der Übernahme des maroden US-Stahlkochers Bethlehem Steel und weiterer notleidender Wettbewerber. Er bündelte die Unternehmen zur International Steel Group und verkaufte sie für 4,5 Milliarden Dollar an den indischen Stahlkonzern Mittal. Das brachte seiner Investmentfirma angeblich einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar und Ross persönlich 300 Millionen Dollar.

Keine zu hohe Verschuldung

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    Geduld und intensive Recherche erklären, weshalb Ross Perlen entdeckt, wo andere nur Schrott sehen: Das US-Magazin „Fortune“ schrieb einmal, dass Ross und seine Experten sich jeden Tag um acht Uhr früh zusammensetzen, um eine Liste mit 50 bis 75 Unternehmen zu prüfen, von denen sie annehmen, dass sie im kommenden Jahr kollabieren werden.

    Ein wichtiges Kriterium ist die nicht zu hohe Verschuldung eines Übernahmekandidaten.

    Industrie



    Die hinderte Ross zum Beispiel daran, ein Angebot für die 38-Prozent-Beteiligung an Deutschlands Paradewerft Hapag-Lloyd abzugeben, die der Reisekonzern TUI in Etappen unter anderem an die Stadt Hamburg loswerden will.

    „Wir haben uns die Sache angeschaut“, sagt Ross, „waren aber der Ansicht, dass der Preis und der Verschuldungsgrad zu hoch waren.“

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