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Jahresergebnis Ryanair fährt Rekordgewinn ein

Während die Luftfahrtbranche in der Krise steckt, ist der Gewinn bei Ryanair um fast 50 Prozent gestiegen. Trotz der guten Zahlen blieb der Billigfluganbieter allerdings mit seiner Prognose vorsichtig.

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Maschinen der irischen Airline Ryanair. Quelle: dpa

Dublin Rekordgewinn und volle Kassen bei Ryan Air: Die irische Billigfluggesellschaft hat im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Gewinn um fast 50 Prozent auf 560,4 Millionen Euro gesteigert, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Das ist der höchste Wert in der 27-jährigen Geschichte des Unternehmens.

Auch die Kapitalreserven von Ryan Air stiegen um 34 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, während der Rest der Luftfahrtbranche mit Insolvenzen und Verlusten zu kämpfen hat. Die steigenden Ölpreise und die Rezession in Teilen der EU hätten Veränderungen in der Wettbewerbslandschaft beschleunigt, sagte der Ryan-Air-Vorstandsvorsitzende Michael O'Leary mit Blick auf die jüngsten Pleiten von Spanair in Spanien, Malev in Ungarn und Cimber Sterling in Dänemark.

Ryan Air habe darauf mit Expansionen richtig reagiert, sagte O'Leary und kündigte die - für Ryan Air unübliche - Ausschüttung einer Dividende von 0,34 Cent pro Aktie an. Trotz der guten Zahlen war die Prognose der Airline vorsichtig. Die Passagierzahlen würden zwar nach wie vor steigen, aber weiterhin zunehmende Treibstoffkosten könnten im derzeitigen Steuerjahr zu einem Gewinn von lediglich 400 bis 440 Millionen Euro führen. Ryan Air übertrifft meist die eigenen Prognosen, viele Anleger trennten sich dennoch von ihren Aktien. Am Morgen fielen sie an der irischen Börse um fünf Prozent.

Wegen durchschnittlich höherer Ticketpreise legte auch der Umsatz von Ryan Air um 21 Prozent auf 4,39 Milliarden Euro zu, obwohl die Zahl der Passagiere lediglich um fünf Prozent auf 75,8 Millionen stieg. Für Treibstoff musste Ryan Air mit fast 1,6 Milliarden Euro 30 Prozent mehr ausgeben. Dies wurde auf den höheren Ölpreis und den andauernden Ausbau des Streckennetzes und der Flotte zurückgeführt. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 40 Prozent auf 683,2 Millionen Euro.

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