Kleine Dividende ThyssenKrupp macht wieder Gewinn

Trendwende bei ThyssenKrupp: Der zuletzt tief in die Krise gerutschte Konzern macht wieder Gewinne. Darüber freuen sich auch die Aktionäre. Allerdings muss der Stahlriese weiter sparen.

Schaufelräder, Zementwerke und U-Boote
Künftig soll das reine Stahlgeschäft wie etwa die Produktion von veredelten Blechen für die Automobilindustrie nur noch 30 Prozent des Konzern-Geschäfts ausmachen. Dennoch bleiben Blechrollen wie diese ein Kernprodukt. Quelle: PR
Rolltreppen und Fahrsteige – etwa in Flughafen-Terminals – gehören ebenfalls zum ThyssenKrupp-Produktspektrum. Dieses Foto ist in einem Essener Einkaufszentrum aufgenommen worden. Quelle: PR
Allen Negativ-Schlagzeilen zum Konzern trotzt das Aufzuggeschäft von ThyssenKrupp. Vor allem starke Absatzzuwächse in Asien erfreuen das Unternehmen. Das Bild zeigt ein System mit zwei Kabinen in einem Aufzugschacht beim Einbau in der Essener Konzernzentrale Anfang 2010. Quelle: PR
Für die Automobilindustrie bietet ThyssenKrupp auch den Aufbau von Anlagen, die etwa automatisch Fahrwerke oder andere Komponenten einbauen. Quelle: PR
ThyssenKrupp setzt vermehrt auf Planung und Bau ganzer Chemie- und Industrieanlagen. Im Bild ein Zementklinkerwerk im Senegal. Quelle: PR
Dieses Schaufelradladgeärt steht im Hafen von Rotterdam und wird zur Verladung von Eisenerz eingesetzt. Geliefert wurde es von der ThyssenKrupp-Sparte „Plant Technology“. Quelle: PR
Großwälzlager von ThyssenKrupp kommen etwa in Kränen zum Einsatz, die schwere Lasten bewegen. Quelle: PR

Nach drei Jahren mit Milliardenverlusten hat sich der Industriekonzern ThyssenKrupp wieder in die schwarzen Zahlen gekämpft. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 erwirtschaftete der Dax-Konzern einen Überschuss von 210 Millionen Euro. Dabei zahlt sich vor allem das harte Sparprogramm aus.

Zudem hat der Konzern sein Krisen-Stahlwerk in Brasilien allmählich im Griff. Vor einem Jahr kam noch ein Fehlbetrag von 1,4 Milliarden Euro zusammen. Der Konzern hatte lange unter Fehlinvestitionen in neue Stahlwerke sowie Abschreibungen auf das Edelstahlgeschäft gelitten.

Als Signal für die Trendwende gibt es für die Aktionäre zumindest wieder eine kleine Dividende von 11 Cent je Anteilsschein. Sie waren in den beiden Vorjahren leer ausgegangen. Analysten hatten mit einer neuerlichen Nullrunde gerechnet.

Der Umsatz legte im vergangenen Geschäftsjahr bereinigt um verkaufte Geschäftsteile um sieben Prozent auf 41,3 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn konnte sogar auf gut 1,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt werden.

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Für das laufende Geschäftsjahr stellte ThyssenKrupp trotz der zunehmenden Sorgen um die Weltwirtschaft weitere Gewinnzuwächse in Aussicht. So soll das operative Ergebnis auf mindestens 1,5 Milliarden Euro steigen. Dazu soll erneut das laufende Sparprogramm einen großen Beitrag liefern. ThyssenKrupp will die Kosten um weitere 850 Millionen Euro drücken. Damit hätte der Konzern in den vergangenen drei Jahren 2,5 Milliarden Euro eingespart.

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