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Klima Industrie gibt über 41 Milliarden Euro für Umweltschutz aus

Chemparks wie dieser in Dormagen müssen einiges an Geld aufwenden, um das Klima zu schützen. Quelle: Imago

Klimaschutz kostet Geld: Über 41 Milliarden gab die deutsche Industrie zuletzt für klimaschützende Anlagen und Einrichtungen aus. Welche Bereiche sind am teuersten?

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Die deutsche Industrie gibt jährlich Milliarden für den Umweltschutz aus. 2019 wendeten die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) dafür 41,3 Milliarden Euro auf, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das Geld floss beispielsweise in die Umsetzung von Umweltstandards, aber auch in Gebühren - etwa für Entsorgungsleistungen. „Überwiegend handelt es sich um Folgekosten aus Investitionen in Anlagen und Maßnahmen, die Emissionen beseitigen, reduzieren oder vermeiden“, hieß es.

Für den Betrieb von Umweltschutzanlagen und -einrichtungen gaben die Unternehmen 29,2 Milliarden Euro oder 70,8 Prozent der laufenden Aufwendungen aus. Darunter waren Kosten für Personal mit 6,5 Milliarden Euro sowie für Fremdleistungen für Wartungen, Analysen und Messungen an Umweltschutzanlagen mit 5,6 Milliarden Euro die größten Posten. Die restlichen zwölf Milliarden Euro entfielen auf Gebühren und Beiträge sowie andere nicht anlagenbezogene Umweltschutzdienstleistungen.

Werden die laufenden Kosten nach Umweltbereichen unterschieden, so gaben die Unternehmen etwa die Hälfte (18,6 Milliarden Euro) für Abfallwirtschaft, -entsorgung und -verwertung aus. Auf Maßnahmen der Abwasserwirtschaft entfielen 9,5 Milliarden Euro oder 23,0 Prozent. „Der hohe Anteil an Aufwendungen in den klassischen Umweltbereichen Abfall- und Abwasserwirtschaft ist darauf zurückzuführen, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten in diesem Bereich fast vollständig dem Umweltschutz zuzurechnen sind“, erklärten die Statistiker. „Darunter fallen die Gewinnung von Roh- und Baustoffen durch Unternehmen des Dualen Systems oder die Energiegewinnung aus Abfall.“



Auf den Klimaschutz entfielen 9,4 Milliarden Euro oder 22,8 Prozent der laufenden Aufwendungen. Weitere 3,8 Milliarden Euro wurden in Luftreinhaltung, Schutz und Sanierung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser, Lärm- und Erschütterungsschutz sowie Arten- und Landschaftsschutz gesteckt.

Mehr zum Thema: Der Klimaschutz ruiniert uns – wenn er falsch gemacht wird. Dabei muss Klimaschutz weder Jobs noch Wohlstand kosten.

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