Knorr-Bremse Henrik Thiele verlässt das Unternehmen

Bei dem Nutzfahrzeugzulieferer Knorr-Bremse gibt es abermals Veränderungen an der Konzernspitze. Der Sohn des Eigentümers rückt nicht, wie geplant, in den Vorstand auf – er verlässt das Unternehmen.

Die Zentrale des Unternehmens Knorr-Bremse. Quelle: dpa

Der Nutzfahrzeugzulieferer Knorr-Bremse verblüfft mit einer weiteren Rochade an der Konzernspitze: Henrik Thiele, Sohn des streitbaren Eigentümers und Vossloh-Großaktionärs Heinz Herrmann Thiele, rückt doch nicht in den Vorstand auf, sondern verlässt das Unternehmen.

Dies geschehe "aus persönlichen Gründen" und auf eigenen Wunsch des 47-Jährigen, teilte Knorr-Bremse am Montag mit. Thiele Junior, seit 2005 im Konzern und zuletzt Asien-Chef, sollte eigentlich am 1. Juli die Leitung der Schienen-Sparte übernehmen und ins Führungsgremium in München einziehen. Stattdessen scheidet er Ende Juni komplett aus dem Unternehmen aus, "um sich einer anderen beruflichen Zukunft zuzuwenden". Wo der Manager künftig arbeitet, blieb zunächst offen.

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Die Leitung der Sparte Schienenfahrzeuge bleibt nach dem Abgang von Henrik Thiele in den Händen von Dieter Wilhelm, wie Knorr-Bremse weiter mitteilte. Der 61-Jährige ist seit 2003 Bereichs-Chef und wollte jetzt in den Ruhestand gehen.

Ein überraschender Wechsel steht dagegen in der Sparte Nutzfahrzeuge an: Chef Hinrich Woebcken legt demnach sein Amt, das er rund ein Jahr ausübte, Ende Juni nieder. Für ihn springt bis auf weiteres Vorstandsvorsitzender Klaus Deller ein. Der 53-Jährige hatte die Nutzfahrzeugsparte bereits früher geleitet.

Mitte 2014 verließ Deller Knorr-Bremse - eigentlich, um Chef des fränkischen Familienunternehmens Schaeffler zu werden. Die Herzogenauracher sägten den Manager jedoch vor Amtsantritt wieder ab und zahlten ihm rund elf Millionen Euro. Am 1. Januar 2015 kehrte Deller zu Knorr-Bremse zurück und wurde dort Konzernchef.

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