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Kobe Steel Skandal-Konzern verhandelt mit Banken über Geldspritze

Japans drittgrößter Stahlkonzern Kobe Steel fälschte jahrelang die Produktdaten seiner weltweiten Lieferungen. Der Skandal setzte dem Unternehmen zu. Neue Kredite sollen nun wieder schwarze Zahlen ermöglichen.

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Kobe Steel verhandelt mit Banken über Geldspritze Quelle: Reuters

Tokio Der skandalgeschüttelte japanische Stahlkonzern Kobe Steel bemüht sich um eine Finanzspritze. Top-Manager Kazuaki Kawahara bestätigte am Montag Gespräche mit den Banken über neue Kredite. Details nannte er nicht. Bankenkreisen zufolge will Kobe ein Darlehen über 50 Milliarden Yen (umgerechnet 380 Millionen Euro).

Japans drittgrößter Stahlproduzent hat zugegeben, dass er über Jahre falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht habe. Diese werden weltweit in Autos, Zügen, Flugzeugen und anderen Erzeugnissen eingesetzt. Konkrete Sicherheitsprobleme sind bislang nicht bekannt.

Kobe hat nach zwei Verlustjahren wieder schwarze Zahlen angekündigt. Im laufenden Geschäftsjahr (per Ende März) sollten netto umgerechnet 260 Millionen Euro Gewinn erzielt werden - diese Prognose nahm das Management wegen des Skandals nun aber zurück. Außerdem strich es Pläne für eine Dividendenzahlung nach einem überraschend guten Halbjahresergebnis.

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