Konjunkturabschwächung Elektroindustrie verliert an Fahrt

Die Auswirkungen der Euro-Krise machen auch vor der Elektroindustrie nicht halt. Die Bestellungen sind bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr gesunken, die Geschäftserwartungen sind unter die Null-Linie gefallen.

Unternehmen der Elektrotechnikbranche haben weniger Aufträge an Land gezogen. Quelle: dpa

FrankfurtDie schwächelnde Konjunktur hinterlässt zunehmend Bremsspuren bei der deutschen Elektroindustrie. Im Oktober lag der Auftragseingang sechseinhalb Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Donnerstag in Frankfurt berichtete. Die Inlandsorders gaben um sechs Prozent, die Bestellungen aus dem Ausland um sieben Prozent nach.

„Zwar sind die Bestellungen damit zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Jahressicht zurückgegangen. Allerdings haben Sondereffekte bei den typischerweise von Großaufträgen geprägten Schienenfahrzeugen das Ergebnis stark beeinflusst“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Ihre aktuelle Lage bewerten die Unternehmen der mit 845.000 Beschäftigten zweitgrößten deutschen Industriebranche nach den Angaben weiter positiv. Allerdings sei das Geschäftsklima im November erneut zurückgegangen. Und: Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate sind inzwischen unter die Null-Linie gefallen, sagte Gontermann.

Im bisherigen Jahresverlauf liegt die Schlüsselindustrie bei den Auftragseingängen aber insgesamt weiter mit zehn Prozent im Plus. Auch die Produktion lag von Januar bis Oktober mit 15 Prozent deutlich über dem Niveau des Vorjahres, die Umsätze stiegen um acht Prozent.

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