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Krupp-Stiftungs-Chefin Ursula Gather fordert Handlungsfreiheit für Vorstand bei Suche nach Stahl-Partner

Exklusiv
Ursula Gather auf der diesjährigen Hauptversammlung von Thyssenkrupp. Quelle: dpa

Thyssenkrupp sucht nach einem Partner für das Stahlgeschäft. Ursula Gather, Vorsitzende der Krupp-Stiftung und Mitglied im Aufsichtsrat, fordert dabei Handlungsfreiheit für den Vorstand. Auch wenn die Zeit drängt.

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Ursula Gather, Vorsitzende der Krupp-Stiftung und Mitglied im Aufsichtsrat von Thyssenkrupp, fordert Handlungsfreiheit für den Thyssenkrupp-Vorstand bei der Suche nach einem Partner für das Stahlgeschäft. Mit Blick auf die Gewerkschaft IG-Metall, die eine deutsche Lösung fordert, sagte Gather im Gespräch mit der WirtschaftsWoche: „Bei einer existenziellen Entscheidung sollte der Vorstand die Freiheit zur Prüfung aller Optionen haben.“ Auch wenn die Zeit dränge, müsse es einen vernünftigen Prozess geben. „Ich hielte es für unklug, sich festzulegen, wenn noch nicht alle Mosaiksteine auf dem Tisch liegen“, sagte Gather. „Der Aufsichtsrat hat sich für offene Optionen entschieden.“ Wenn es mehrere Interessenten gebe, sei das gut für die Entscheidungsfindung.

Die Krupp-Stiftung, mit knapp 21 Prozent größte Aktionärin von Thyssenkrupp, stehe hinter dem angeschlagenen Unternehmen. „Die Lage war schon vor der Pandemie herausfordernd und ist durch sie noch herausfordernder geworden“, sagte Gather. Nach dem Verkauf der Aufzugsparte sei sie jedoch „zuversichtlich, dass das Unternehmen wieder Wasser unter den Kiel bekommt.“ Davon hängen auch die künftigen Aktivitäten der Stiftung ab, die in diesem Jahr keine Dividenden von Thyssenkrupp erhält. „Was wir in diesem Jahr fördern, ist von langer Hand geplant und finanziert. Wir sind vorbereitet. Aber ewig geht das natürlich nicht“, sagte Gather im Interview.

Mehr zum Thema:
Die Chefin der Krupp-Stiftung Ursula Gather spricht im Interview über vermeintliche und echte Konflikte im Aufsichtsrat, einen Stahlkonzern ohne Stahl und die Förderung von Gemeinwohl in Krisenzeiten. Lesen Sie das Interview hier – und die dazugehörige Geschichte aus der aktuellen WirtschaftsWoche hier.

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