WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Kuka Lang lebe der Roboter

Der Augsburger Maschinenbauer Kuka profitierte auch 2013 vom globalen Trend zur Automatisierung. Nur an einer Stelle hapert’s.

Deutschlands größte Werkzeug-Maschinenbauer
Platz 10: Niles-Simmons Quelle: dpa.
9. IndexDie Index-Gruppe gehört gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Traub zu den führenden Herstellern von CNC-Drehmaschinen. Firmensitz ist Esslingen in Baden-Württemberg. Das Unternehmen blickt wie viele schwäbische Maschinenbauer auf eine lange Tradition zurück. Hermann Hahn legte 1914 den Grundstein und begann mit der Produktion von Revolverdrehautomaten. Heute zählen zu den Hauptabnehmern von Index-Drehmaschinen die Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Maschinenbau, die Elektrotechnik und Elektronikindustrie sowie Hersteller in der Fluidtechnik und dem Armaturenbau. Die Index-Gruppe setzte im Jahr 2012 432 Millionen Euro um (Vorjahr: 450 Millionen) und beschäftigte 2.100 Mitarbeiter. Quelle: Pressebild
Platz 9: Emag Quelle: pr
Platz 7: Körber - Schleifring-GruppeSchleifring gehört zum weltweit tätigen Körber-Konzern, der 30 internationale Technologieunternehmen unter seinem Dach vereint. Die Abnehmer der Schleifmaschinen stammen aus den Branchen Automobilindustrie und Zulieferer, Werkzeugindustrie, Kraftwerkturbinenbau, Werkzeug- und Formenbau, Medizintechnik, Maschinenbau, Uhrenhersteller sowie der Turbinenindustrie. Zu den größten Abnehmermärkten gehören, nebst Westeuropa, Asien (inklusive China) sowie Amerika. 2012 setzte die Schleifring-Gruppe 530 Millionen Euro (Vorjahr: 470 Millionen Euro) und beschäftigte 2200 Mitarbeiter. Quelle: Presse
Platz 5: Heller Quelle: Pressebild
Platz 5: GrobDas Unternehmen Grob mit Stammwerk in bayerischen Mindelheim produziert in Sao Paulo, Brasilien, im amerikanischen Bluffton/Ohio und im neugebauten Werk in Dalian in China. Eigene Service- und Vertriebsniederlassungen unterhalten die Mindelheimer unter anderem in Beijing, Shanghai und Mexiko. Seit Firmengründung im Jahr 1926 ist Grob im Familienbesitz und wird heute in dritter Generation geführt. Weltweit beschäftigt der Maschinenbauer rund 4.000 Mitarbeiter. 2012/2013 erwirtschaftete das Unternehmen 650 Millionen Euro (Vorjahr: 600 Millionen Euro). Quelle: Pressebild
Platz 6: MAG Europe Quelle: pr

Wie man Aufmerksamkeit bei potentiellen Kunden erzeugt, wissen die Augsburger: Soeben verpflichteten sie den deutschen Tischtennisspieler Timo Boll als Werbefigur für China. Der gilt dort als einer der beliebtesten deutschen Sportler und als überragend reaktionsschnell und präzise. All das, was auch ein Industrieroboter sein soll. Dank des weltweiten Trends zur roboterbasierten Automatisierung eröffnete das im Jahr 1898 gegründete Unternehmen im Dezember 2013 ein neues Werk in Shanghai mit einer Montagekapazität von 3000 Robotern pro Jahr.

Auch den Aktionären liefert der M-Dax-Börsenwert gute Neuigkeiten aus beiden Geschäftszweigen, Kuka Roboter und Kuka Systems, einem Anbieter für Dienstleistungen für industrielle Verarbeitung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent auf 120,4 Millionen Euro.

Während in der Robotersparte höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie für neue Mitarbeiter den Gewinn drückten, warf das Geschäft mit ganzen Produktionsstraßen deutlich mehr ab. Hier kam Kuka zupass, dass Arbeitsabläufe effizienter wurden, und der Fertigungsanteil in Billigländern stieg. Der Umsatz des Gesamtkonzerns erhöhte sich um zwei Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Die Rendite (Ebit-Marge) legte auf 6,8 Prozent zu.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Den Auftragseingang aber konnte der Konzern 2013 nicht steigern. Er lag mit 1,88 Milliarden Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Während die Hauptkundschaft aus der Autoindustrie weniger Produktionsroboter bestellte, orderten Abnehmer aus anderen Branchen mehr. Der Konzern will seit langem unabhängiger von den Fahrzeugherstellern werden, mit denen 70 Prozent der Erlöse erzielt werden.

Zu Kukas großen Kunden gehören Branchenschwergewichte wie Volkswagen oder Daimler. Im Windschatten von Autobauern, die die Absatzflaute in Europa in florierenden Märkten wie China und Amerika ausgleichen, umschiffte auch der Maschinenbauer weite Teile der Krise auf dem Heimatkontinent. Der Auftragsbestand legte zum Jahresende um neun Prozent zu, was Kuka und seinen 7990 Mitarbeitern nach eigenen Angaben für 2014 eine hohe Auslastung sichere.

(Mit Material von dpa)

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%