Kuka Roboterbauer verkauft Firmenteile

Unverhoffter Geldregen für den Roboterhersteller Kuka: Die Trennung von der Werkzeugbausparte und der Ingenieurtochter HLS bringt dem Augsburger Unternehmen einen Buchgewinn von rund 15 Millionen Euro.

Nach einer Prüfung durch die Kartellbehörden rechnet Kuka nach eigenen Angaben mit einem Vollzug im dritten Quartal. Quelle: dpa

Der Verkauf von Konzernbereichen an den Sportwagenhersteller Porsche und an Finanzinvestoren beschert dem Roboterbauer Kuka einen unverhofften Geldregen. Die Trennung von der Werkzeugbausparte und der Ingenieurtochter HLS bringt dem Augsburger Unternehmen einen Buchgewinn von rund 15 Millionen Euro.

Wie Kuka am Freitag mitteilte, entspricht der Sonderertrag rund zehn Prozent des für 2015 prognostizierten Betriebsgewinns (Ebit). Bisher erwartet Kuka 2,8 Milliarden Euro Umsatz und eine Ebit-Marge von 5,5 Prozent, also ein Betriebsergebnis von 154 Millionen Euro. Nun sei mit rund 169 Millionen Euro zu rechnen, sagte ein Sprecher. Die Kuka-Aktie baute nach der Mitteilung ihre Kursgewinne aus und verteuerte sich zuletzt um 1,8 Prozent.

Der Geschäftsbereich Werkzeugbau mit rund 600 Beschäftigten in Sachsen und der Slowakei geht an die Volkswagen-Tochter Porsche. "Speziell bei leichtbaurelevanten, komplexen Aluminiumbauteilen können wir vom Know-how profitieren", erklärte Porsche-Produktionsvorstand Oliver Blume. Die Arbeitsplätze seien langfristig gesichert.

Nach einer Prüfung des Vorhabens durch die Kartellbehörden rechnet Kuka nach eigenen Angaben mit einem Vollzug im dritten Quartal. Das MDax-Unternehmen will sich noch stärker auf sein Kerngeschäft im Roboterbau konzentrieren.

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Bereits am Donnerstag hatte Kuka mitgeteilt, dass für den Anlagen- und Maschinenbau tätige Tochter HLS Engineering verkauft wird. Das Unternehmen mit 250 Mitarbeitern geht an die Finanzinvestoren Aheim Capital und TerVia Invest.

Der Eigentümerwechsel biete der HLS-Gruppe Chancen, Kundenzahl und Produktportfolio zu erweitern, hatte Kuka erklärt. Zu den Verkaufspreisen äußerten sich die Unternehmen nicht.

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